SymbolbildDemokraten sichern sich Senatsmehrheit bei den Midterms
Die Amerikaner wählten am Dienstag bei Zwischenwahlen, die weithin als Referendum über Trumps zweite Amtszeit gelten. Laut Le Monde erreichten die Demokraten am Abend eine Senatsmehrheit.
Le Monde berichtet, Josh Turek habe am Dienstag, 3. November, Iowa gewonnen, die von Trump unterstützte Ashley Hinson geschlagen und den Demokraten ihren 51. Senatssitz verschafft. Zuvor gewann James Talarico in Texas, und Adam Hamilton besiegte in Kansas den Amtsinhaber Roger Marshall. Die FAZ listet republikanische Senatsverluste in Texas, Kansas, Iowa, Ohio, North Carolina und South Carolina auf. Zur Wahl standen auch alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus, wo die Demokraten 218 benötigen.
Spritpreise an den Wahlurnen
Benzin kostete am Wahlmorgen im Schnitt 4,13 Dollar pro Gallone, so viel wie nie an einem 3. November, laut GasBuddy. Wähler nannten Lebenshaltungskosten und Spritpreise, die nach Beginn des Iran-Kriegs stiegen, berichtet Bloomberg. Die Zahl der vorzeitig abgegebenen Stimmen lag laut Guardian über 56 Millionen, laut Le Monde bei knapp 58 Millionen.
Trump droht mit Vetos
Trump sagte der New York Post, er werde Gesetze eines demokratischen Kongresses „ständig“ mit einem Veto belegen, und postete am Dienstag auf Truth Social ein Bild einer Kappe mit dem Aufdruck „VETO“, so Le Monde. Die FAZ berichtet, er weise die Schuld an den Verlusten zurück.
Bundesbeobachter im Einsatz
Die Regierung Trump schickte Wahlbeobachter in alle 50 Bundesstaaten, auch nach Los Angeles, was laut Guardian weithin als Einschüchterung gilt. Ein Richter hatte zuvor eine Klage des Justizministeriums zur Zertifizierung der Senatswahl in Alaska abgewiesen.