SymbolbildDeutschland warnt nach Drohnenvorfall in Leipzig vor täglicher hybrider Kriegsführung
Tage nachdem am Dienstag eine mit Sprengstoff beladene Drohne am Flughafen Leipzig/Halle gestoppt wurde, wurden Drohnen über einem deutschen Militärstützpunkt gesichtet. Deutschlands Innenminister sagt, das Land sei täglich Ziel hybrider Kriegsführung.
Was passiert ist
- Ein Flughafenmitarbeiter brachte am späten Dienstagabend eine mit Sprengstoff und einem Zünder beladene Drohne in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge zu Boden.
- Ein kurz nach der Sperrung startendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Objekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.
- Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der versuchten Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.
- Am Flughafen wurde ein Wachposten eingerichtet; Reuters und Bloomberg berichten von Drohnensichtungen über einem deutschen Militärstützpunkt.
- Der Innenminister kündigte ein Forschungszentrum für Drohnensicherheit mit dem DLR in Cochstedt, Sachsen-Anhalt, ab dem 18. August an.
Der Blick von außen
Die Zuschreibung kam von US-Medien und nicht von deutschen Behörden: Das Wall Street Journal zitierte Beamte, denen zufolge die Drohne wahrscheinlich der russischen Regierung gehörte, CNN einen US-Verteidigungsbeamten in Europa, der auf einen russischen Geheimdienst verwies. Die FAZ merkt an, dass weiterhin offenbleibt, auf welchen Erkenntnissen oder konkreten Hinweisen diese Einschätzung beruht.
Mögliche Folgen
- Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben keine Verdächtigen benannt, und die Herkunft des zweiten Flugobjekts bleibt ungeklärt.
- Ob die Sichtungen über dem Militärstützpunkt mit dem Fall am Flughafen zusammenhängen, wird nicht berichtet.
- Die deutschen Behörden haben die US-Einschätzung nicht öffentlich bestätigt, sodass eine offizielle Zuschreibung an Moskau offenbleibt.
Germany: Berlin speaks of a hybrid attack by unnamed foreign powers aiming to destabilise the country, and has not publicly named Russia.
Russia: The embassy in Berlin rejected any Russian responsibility for the incident at Leipzig/Halle airport.
Weiter beteiligt