SymbolbildBritish Columbia ruft wegen Waldbrand, der 20.000 zur Flucht zwingt, den Notstand aus
Ein sich schnell ausbreitender Waldbrand nahe dem Okanagan Lake im Süden von British Columbia hat seit Freitag mehr als 20.000 Menschen aus ihren Häusern vertrieben. Die Provinz rief am Samstag den Notstand aus.
Was passiert ist
- Der Bald-Range-Waldbrand wurde erstmals am frühen Freitagabend, dem 7. August, gemeldet und hat inzwischen mehr als 10.000 Hektar verbrannt.
- Winde trieben die Flammen durch Täler im Süden der Provinz und betrafen umliegende Gemeinden.
- Die Ministerin für Katastrophenschutz, Kelly Greene, rief den Notstand der Provinz aus, wie Le Monde berichtet.
- Premier David Eby erklärte am Samstag, Häuser und Eigentum seien verloren gegangen, einige Bewohner seien eingeschlossen gewesen, und es liefen Evakuierungen aus der Luft.
- CTV News berichtete, dass mehr als 50 Menschen aus der Siedlung Faulder ausgeflogen wurden, als die Flammen näherkamen.
Der Blick von außen
Die New York Times ordnet den Brand in eine landesweite Abfolge ein und merkt an, dass Rauch von Bränden in Ontario Wochen zuvor die US-Ostküste eingehüllt hatte. Le Monde liefert strukturellen Kontext: Kanada besitzt mehr als ein Viertel der weltweiten Borealwälder, kann nicht jeden Brand bekämpfen und konzentriert sich auf besiedelte Gebiete, einschließlich indigener Gemeinden. The Telegraph berichtet, der Brand werde mit „einer explodierenden Bombe“ verglichen.
Mögliche Folgen
- Eby warnte, das Feuer bleibe äußerst aktiv und es stünden noch erhebliche Herausforderungen bevor; eine Eindämmungsquote wurde nicht gemeldet.
- Die Zahl der zerstörten Häuser ist nicht beziffert, und es wurde kein Termin für eine Rückkehr genannt.
- Premierminister Mark Carney erklärte, Ottawa stehe bereit zu helfen; der Umfang der Bundeshilfe ist nicht spezifiziert.