SymbolbildJemens Armee schlägt nach Huthi-Angriffen auf Marib zurück
Die jemenitische Armee erklärte am Samstag, sie habe Stellungen der Huthi an mehreren Frontabschnitten angegriffen, nachdem Raketen- und Drohnenangriffe auf die Stadt Marib zwei Zivilisten getötet und 14 verletzt hatten. Der UN-Gesandte warnt, der Jemen sei näher an einem umfassenden Krieg als zu jedem Zeitpunkt seit dem Waffenstillstand von 2022.
Was passiert ist
- Raketen und Drohnen der Huthi trafen am Donnerstag, dem 6. August, Armeelager in Marib und Hadramaut und töteten mindestens 30 Soldaten.
- Die Angriffe vom Freitag trafen Vertriebenenlager und Wohnviertel; ein jemenitischer Beamter sagte The National, mehr als 17 Menschen seien getötet worden.
- In Marib leben mehr als 2 Millionen der fast 5 Millionen Vertriebenen des Jemen.
- Der stellvertretende jemenitische Informationsminister erklärte, die Huthi hätten den Beschuss von Wohnvierteln in Marib am Samstag wieder aufgenommen.
- Die Armee gab an, sie habe am Freitagabend einen weiteren Angriff ohne Opfer abgewehrt.
Der Blick von außen
Die New York Times ordnet die Eskalation in das regionale Warten auf ein Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus ein. Der Korrespondent von Al Jazeera in Sanaa bezeichnete es als die erste angekündigte Gegenoffensive der Regierung seit Monaten.
Mögliche Folgen
- Die Armee erklärt, weitere Angriffe auf ihre Einheiten würden mit dem beantwortet, was sie notwendige militärische Maßnahmen nennt; Details zu den Operationen nannte sie nicht.
- Die Opferzahlen für Freitag weichen je nach Quelle voneinander ab; Reuters konnte die Angaben keiner der beiden Seiten unabhängig verifizieren.
- Die Rolle Saudi-Arabiens ist offen: Die Cambridge-Expertin Elisabeth Kendall meint, eine geeinter auftretende Regierung könnte profitieren, sollte Riad entschlossen eingreifen.
- Die UN fordert eine Deeskalation und ein Ende der Huthi-Angriffe auf Öltanker im Roten Meer.
Yemen's government: Says it struck Houthi sites and capabilities along multiple axes to protect its units and unarmed civilians, and accuses the group of serving foreign agendas.
Houthi movement: Says it targeted Saudi-backed forces, depots and equipment at the Sahn al-Jinn camp, citing suspicions of a planned government-Saudi offensive.
Weiter beteiligt