SymbolbildTaifun Dolphin steuert nach Okinawa auf Ostchina zu
Der Taifun Dolphin hat am Samstag die japanische Präfektur Okinawa mit voller Wucht getroffen und zieht nun weiter Richtung Ostchina, wo die Küste zwischen Sonntagabend und Montagfrüh erreicht werden dürfte. Shanghai, Zhejiang und Fujian haben Evakuierungen angeordnet und Arbeit, Häfen sowie Verkehr ausgesetzt.
Was passiert ist
- In Japan wurden sechs Menschen verletzt: fünf ältere Menschen in Okinawa, drei davon durch Stürze bei starkem Wind, sowie eine Person in Kagoshima.
- In Kagoshima fiel in fast 39.000 Gebäuden der Strom aus, in Okinawa in etwas mehr als 12.000.
- Dolphin brachte anhaltende Windgeschwindigkeiten von 162 km/h mit Böen von bis zu 216 km/h.
- Der Flughafen Shanghai Pudong verzögerte bis Samstag, 19 Uhr, 317 Abflüge und strich 78; der Flughafen Hangzhou Xiaoshan strich 72 Flüge.
- Chinas Wetterdienst erwartet die Landung zwischen Zhoushan in Zhejiang und Fuding in Fujian und stuft Dolphin als orange ein, die zweithöchste Warnstufe.
Der Blick von außen
Reuters, verbreitet über die türkische Daily Sabah, ergänzt, dass Taiwan 78 überwiegend internationale Flüge gestrichen hat und Peking Pläne zur Hochwasserkontrolle und Evakuierung vorbereitet – Punkte, die in der chinesischen und Hongkonger Berichterstattung fehlen.
Mögliche Folgen
- Bis zum 12. August werden in Ostchina Regen und Wind erwartet, in Teilen des östlichen Zhejiang sind über 600 Millimeter Niederschlag möglich.
- Der Flughafen Ningbo Lishe setzt am Sonntag alle Flüge aus, auch einige Zugverbindungen im Jangtse-Delta werden gestrichen.
- Hong Kong Airlines strich sechs Flüge von Hongkong nach Shanghai für Sonntag und Montag.
- Die Schäden in Okinawa sind noch nicht beziffert; ein Betreiber von Unterkünften und einer Autovermietung bezifferte seinen eigenen Schaden auf 500.000 bis 1 Million Yen.