SymbolbildTürkei vergleicht Mekka-Verteidigungspakt mit Artikel 5 der NATO
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan unterzeichneten am Freitag in Mekka einen gegenseitigen Verteidigungspakt und erklärten einen bewaffneten Angriff auf eines der Länder zu einem Angriff auf alle drei. Der türkische Außenminister Hakan Fidan bezeichnete die Verpflichtungen inzwischen als technisch gleichwertig mit Artikel 5 der NATO.
Was passiert ist
- Mohammed bin Salman, Erdogan und Sharif unterzeichneten am Freitag, den 7. August, im al-Safa-Palast das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka.
- Fidan zufolge schafft der Pakt politische und militärische Ausschüsse sowie ein Sekretariat mit Sitz in Saudi-Arabien.
- Er erklärte, die Vorbereitungen hätten zwei Jahre und acht Monate gedauert und reichten damit bis vor den aktuellen Krieg zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran zurück.
- Saudi-Arabien beleuchtete am Freitagabend Türme und Stadtsilhouetten in den Farben der drei Flaggen, wie die saudische Nachrichtenagentur SPA berichtete.
- Er erweitert einen saudisch-pakistanischen Verteidigungspakt vom September 2025; die Unterzeichner berufen sich auf Artikel 51 der UN-Charta.
Der Blick von außen
Die Berichterstattung von Al Jazeera aus Washington zeigt, dass US-Analysten geteilter Meinung sind: Manche werten den Pakt als Rückschlag für die Normalisierung im Rahmen der Abraham-Abkommen, andere als Einklang mit Washingtons Streben nach einer stärkeren Lastenteilung unter Verbündeten. Global Times stellt die Frage in den Vordergrund, welches Signal der Pakt an Washington sendet.
Mögliche Folgen
- Der vollständige Text ist unveröffentlicht: Nur die gemeinsame Erklärung vom Freitag umreißt die Bedingungen, und die Klausel zur gegenseitigen Verteidigung ist noch nicht erprobt.
- Fidan will die Gruppe erweitern; Analysten nennen Ägypten, Katar und Kuwait als mögliche weitere Mitglieder.
- Wie Unterstützung ausgelöst wird, bleibt offen: Ein angegriffener Staat muss Hilfe anfordern und festlegen, was er benötigt.
Signatories: Say the pact is defensive, names no country as a common threat and supplements rather than replaces existing alliances, including with Washington.
Iran: Members of parliament's security commission call it a 'paper agreement' and warn Riyadh that Ankara and Islamabad cannot guarantee its security.
Weiter beteiligt