SymbolbildPentagon vergibt über 120 Milliarden Dollar für Raketen und U-Boote, während Abfangraketen-Bestände sinken
Das Pentagon hat Verträge im Wert von mehr als 120 Milliarden Dollar für Raketensysteme und U-Boote vergeben, darunter einen Auftrag über 59 Milliarden Dollar an Lockheed Martin für Patriot-Raketen. Die Aufträge kommen, während ein Bericht des Center for Strategic and International Studies die verbleibenden US-Bestände an Patriot- und THAAD-Abfangraketen auf weniger als 1.000 beziffert, gegenüber mehr als 2.700 vor dem Krieg mit dem Iran. Das Pentagon erklärt, seine Bestände seien ausreichend und die Beschaffung neuer Raketen werde fortgesetzt.
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Was passiert ist
Das Pentagon hat Verträge im Wert von mehr als 120 Milliarden Dollar für Raketensysteme und U-Boote vergeben, wie das Wall Street Journal berichtet. Bloomberg nennt einen Vertrag über 59 Milliarden Dollar für Lockheed Martin zum Bau von Patriot-Raketen und bringt die Aufträge mit den Belastungen des Iran-Kriegs in Verbindung. Ein Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS), aufgegriffen von der New York Post und weitergegeben von Politika, besagt, dass die Vereinigten Staaten vor dem Krieg über mehr als 2.700 Patriot- und THAAD-Abfangraketen verfügten und am Montag über weniger als 1.000, davon zwischen 759 und 827 Patriot-Geschosse. Die THAAD-Bestände sanken von 452 vor dem Krieg auf zwischen 232 und 262 zu Beginn des Waffenstillstands im April und liegen nach teilweiser Wiederauffüllung weiterhin 38 Prozent unter dem Vorkriegsniveau. Dem Bericht zufolge verbrauchten die US-Streitkräfte einen Großteil der Abfangraketen in den ersten sechs Tagen der Operation Epic Rage bei der Zerstörung iranischer Abschussrampen, wobei die Bestände wegen früherer Raketenlieferungen an die Ukraine bereits unter dem Normalniveau lagen. Im Bericht zitierte Analysten beschreiben die Erfolgsquote der US-Raketenabwehr als nahezu vollständig, weisen jedoch darauf hin, dass mehrere iranische Geschosse durchkamen, darunter mindestens drei, die Anfang des Monats den Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti in Jordanien trafen und drei US-Soldaten töteten. Das Pentagon hat Bedenken wegen erschöpfter Bestände wiederholt zurückgewiesen.
Der Blick von außen
Die staatsnahe serbische Tageszeitung Politika stellt nicht das Geld, sondern den Mangel in den Vordergrund und titelt mit einer Warnung, wonach Washington weniger als 1.000 Abfangraketen verbleiben. Sie hebt die Einschätzung des CSIS hervor, dass derzeit kein angemessener Ersatz für Patriot und THAAD zur Abwehr ballistischer Raketen existiert.
Mögliche Folgen
Die Verträge verwandeln die Erschöpfung der Bestände in langfristige Auftragsbücher für US-Rüstungshersteller, während der Bau der Abfangraketen selbst Jahre in Anspruch nimmt. Der CSIS-Bericht warnt, dass eine Fortsetzung des Konflikts die Fähigkeit der Vereinigten Staaten beeinträchtigen könnte, ihre Stützpunkte im Nahen Osten zu verteidigen und sich auf eine mögliche Konfrontation mit China im westlichen Pazifik vorzubereiten. Das Pentagon erklärt, die Beschaffung neuer Raketen laufe, sodass die offenen Fragen die Lieferpläne betreffen und ob weitere Aufträge folgen. Die gemeldeten Bestandszahlen bleiben zwischen dem Pentagon und den Analysten umstritten.