SymbolbildBrent fällt unter 100 Dollar, Midterm-Ergebnis nährt Hoffnung auf Entspannung zwischen USA und Iran
Brent fiel am Mittwoch um mehr als 8 Prozent auf rund 94 bis 95 Dollar, den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten. Anleger setzen darauf, dass die Niederlage der Republikaner bei den Midterms das Risiko neuer Kämpfe zwischen den USA und Iran senkt.
Laut The National sank Brent um 8,47 Prozent auf 94,83 Dollar je Barrel, US-Öl (WTI) verlor 7,5 Prozent auf 88,88 Dollar; beide liegen diese Woche mehr als 15 Prozent im Minus. Die Demokraten gewannen bei den Midterms Repräsentantenhaus und Senat, was das Blatt als Ausdruck des Wählerzorns über Inflation und Spritpreise infolge des Krieges deutet. Politika berichtet, Präsident Trump habe erklärt, Washington plane vorerst keine neuen Angriffe, sei aber bei Bedarf zur Reaktion bereit. Der Preisrutsch kam, obwohl die USA am Montag begrenzte Angriffe auf Irans Insel Qeschm bestätigten; Teheran erklärte, dort Drohnen abgefangen zu haben.
Gespräche ohne Abkommen
Katar und Pakistan vermitteln, die Gespräche sind wieder aufgenommen, doch Berichten zufolge ist ein Abkommen noch weit entfernt. Irans oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei nannte Erwartungen an einen US-Kurswechsel nach den Midterms Berichten zufolge "grob falsch", und Außenamtssprecher Esmail Baghai warnte Washington vor weiteren Militäraktionen.
Angebot entspannt sich, US-Lager sinken
Politika zufolge hob der wieder anlaufende Export aus den Golfstaaten das Angebot aus dem Nahen Osten erstmals seit Juli über die kurzfristige Nachfrage. Die kommerziellen US-Rohölvorräte sanken dennoch in der Vorwoche um 865.000 Barrel, den fünften wöchentlichen Rückgang in Folge.
Andere Meinungen
Schlagzeilen von The Hindu und dem Wall Street Journal sprachen am Mittwoch von steigenden Ölpreisen wegen der Iran-Unsicherheit, während Financial Times und The National einen deutlichen Absturz meldeten. Das Wall Street Journal betonte zudem, Europas Gasmärkte stellten sich auf Trumps nächsten Schritt ein.