SymbolbildVon den USA unterstützter Angriff auf ELN-Lager in Venezuela tötet mindestens 20 Menschen
Bei einem Luftangriff auf ein Lager der kolumbianischen ELN im venezolanischen Bundesstaat Apure wurden laut Menschenrechtsgruppen mindestens 20 Menschen getötet. Die „New York Times“ berichtet, die USA hätten ihn mit Geheimdienstinformationen und Drohnen unterstützt.
Der Angriff traf am Freitag, dem 30. Oktober, ein Lager nahe der kolumbianischen Grenze. Fundaredes zählte 23 Tote und eine unbestimmte Zahl von Verletzten in einer Basis, die Berichten zufolge dem Kokainvertrieb diente; lokale Reporter identifizierten acht Opfer, darunter zwei Kolumbianer und vier Mexikaner. Laut FAZ waren unter den Toten auch Zivilisten. Die „Times“ beruft sich auf vier US-Regierungsvertreter und berichtet, Washington habe Geheimdienstinformationen und Drohnen geliefert; wer die Drohnen steuerte, ist unklar, und eine venezolanische Militärquelle nennt zudem Kampfhubschrauber.
Caracas bleibt vage
Venezuelas Regierung hat den Angriff nicht offiziell bestätigt, ein hoher Militäroffizier bestätigte ihn jedoch gegenüber der „Times“. Innenminister Diosdado Cabello sprach nur von „seltsamen Todesfällen“, schickte die wissenschaftliche Polizei zur Untersuchung und kündigte Truppen für die kolumbianische Grenze an.
Ein Kurswechsel
Die ELN, die in Venezuela auf geschätzt 900 bis 2.000 Kämpfer kommt, konnte unter Nicolás Maduro, den US-Streitkräfte im Januar festnahmen, weitgehend unbehelligt operieren. Eine Operation im Juni tötete den Anführer des Tren de Aragua, Héctor Guerrero Flores; Kolumbiens Regierung hat eigene Luftangriffe angeordnet und eine engere Sicherheitskooperation mit Washington angekündigt.