SymbolbildÖlpreis fällt unter 101 Dollar nach Qeschm-Sprung, IEA warnt vor langer Gasknappheit
Brent sprang am Dienstag nach gemeldeten US-Angriffen auf Qeschm auf fast 107 Dollar und fiel dann auf Hoffnungen auf eine Einigung unter 101 Dollar. Die IEA warnte, die Gasknappheit könne bis 2027 anhalten.
Das Wall Street Journal berichtete unter Berufung auf US-Beamte, US-Streitkräfte hätten in der Nacht zu Dienstag, 2. November (Montagnacht), die iranische Insel Qeschm an der Mündung der Straße von Hormus angegriffen; die Beamten nannten dies defensiv. Brent stieg am Dienstag laut The National auf fast 107 Dollar, nach einem Rückgang von mehr als 7 % am Montag. Dann gab der Preis die Gewinne wieder ab: TASS meldete 100,80 Dollar, erstmals seit dem 8. Oktober unter 101 Dollar, da die Diplomatie zwischen den USA und Iran weiterlief.
IEA warnt vor Gasknappheit
Die IEA erklärte am Dienstag, Europa riskiere, den Winter mit Rekordtiefständen bei den Gasspeichern zu beenden und müsse sie wieder auffüllen; die Knappheit könne daher weit ins nächste Jahr reichen (Bloomberg). Laut WSJ erwartet die IEA zudem einen Rekordrückgang des weltweiten LNG-Angebots in einem Jahr. TTF-Dezember-Futures fielen auf etwa 86,75 Euro je MWh, den tiefsten Stand seit dem 21. Oktober, meldete TASS.
Finanzen der Golfproduzenten
Der Gewinn von Aramco stieg im dritten Quartal um 9 %, berichten Bloomberg und die New York Times; die Reuters-Schlagzeile nennt 34,5 %. Das vierteljährliche Defizit Saudi-Arabiens hat sich auf 84 Milliarden Riyal (22,4 Milliarden Dollar) mehr als verdoppelt, weil die Öleinnahmen sanken und Aramco geringere Abgaben zahlte, so das Finanzministerium.