SymbolbildDutzende Tote an Hilfsstelle in Saporischschja, Russland trifft Stromnetz, Kiew Raffinerie
Russische Bomben töteten am Montagabend mindestens 31 Menschen an einer Hilfsstelle in der Südukraine. In der Nacht traf Moskau ein Krankenhaus in Charkiw und das Stromnetz, ukrainische Drohnen setzten eine russische Raffinerie in Brand.
Russische Flugzeuge griffen am Montag, dem 2. November, eine frühere Schule in Komyschuwacha östlich von Saporischschja an, in der wöchentlich Hilfsgüter verteilt wurden. Semikin, Chef der Militärverwaltung von Saporischschja, sagte, neun Schläge, zuerst mit FAB-500- und dann mit FAB-3000-Bomben, hätten den unterirdischen Schutzraum einstürzen lassen; mehr als 40 Menschen gelten als vermisst. Präsident Selenskyj sagte, die ersten Bomben seien eingeschlagen, als Anwohner zur Hilfsausgabe kamen, und nannte es einen „terroristischen Schlag“. Der ukrainische Katastrophenschutz erklärt, zwei im Keller schutzsuchende Retter seien unter den 31 bestätigten Toten. Die Region ordnete Trauertage vom 3. bis 5. November an.
Krankenhaus und Stromnetz getroffen
Russische ballistische Raketen und Gleitbomben trafen über Nacht ein Krankenhaus in Charkiw; die Behörden meldeten zwischen 62 und 77 Verletzte und brachten Patienten in andere Kliniken. Ukrenergo meldete binnen 24 Stunden mehr als 20 Angriffe auf Energieanlagen, mit Notabschaltungen in mehreren Regionen, darunter Kiew. Der Wasserversorger Kyivvodokanal teilte mit, die Wasserversorgung sei in der ganzen Hauptstadt vorübergehend abgestellt worden. Die ukrainische Luftwaffe zählte in der Nacht 289 Drohnen, 17 ballistische Raketen und 59 Marschflugkörper.
Raffinerie an der Moskauer Straße in Brand
Ukrainische Drohnen griffen die Raffinerie Slavneft-YANOS in Jaroslawl an, die nach Kapazität fünftgrößte Russlands. Gouverneur Michail Jewrajew sagte, 124 Drohnen hätten die Stadt angegriffen, es sei ein Feuer ausgebrochen, zwei Beschäftigte seien verletzt worden. Meduza berichtet, die Straße Richtung Moskau sei mehrere Stunden gesperrt gewesen.
Andere Meinungen
Die Zusammenfassung des russischen Verteidigungsministeriums nannte Angriffe in den Gebieten Winnyzja, Dnipropetrowsk, Odessa und Charkiw, erwähnte Komyschuwacha aber nicht, berichtet Meduza.