SymbolbildUS-amerikanische und saudische Kampfjets greifen irakische PMF-Stützpunkte an, mindestens 20 Tote
US-amerikanische und saudische Kampfflugzeuge griffen am Mittwoch Stützpunkte der irakischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) in mehreren Provinzen an und töteten dabei nach Angaben der PMF mindestens 20 Kämpfer. Washington und Riad erklärten, die Angriffe seien eine Antwort auf Drohnenangriffe auf saudische Ölanlagen, die von irakischem Territorium aus gestartet worden seien; die irakischen Gruppen bestreiten eine Beteiligung. Bagdad bezeichnete die Angriffe als Verletzung seiner Souveränität, sagte einen geplanten Besuch in Saudi-Arabien ab und berief seinen Nationalen Sicherheitsrat ein.
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Gespräche über Iran-EskalationTürkei-Irak-EnergiepaktUS-saudische Angriffe im Irak
Was passiert ist
US-amerikanische und saudische Kampfflugzeuge griffen am Mittwoch Stützpunkte der irakischen Volksmobilisierungskräfte (PMF) in sieben Provinzen an, von Kirkuk im Norden bis Basra im Süden, wie Al Jazeera berichtete. Die PMF gab eine vorläufige Bilanz von mindestens 20 getöteten und 32 verwundeten Mitgliedern bekannt, wie TASS meldete. Al Jazeera zitierte irakische und iranische Medien, wonach auch mindestens vier Berater der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) getötet wurden. CENTCOM und das saudische Verteidigungsministerium erklärten, die Angriffe seien eine Reaktion auf mehr als 30 Drohnenangriffe innerhalb von 72 Stunden auf US-Truppen sowie auf saudische Ölanlagen in der Ostprovinz und der Region Riad, die von irakischem Territorium aus gestartet worden seien. Der Islamische Widerstand im Irak bestritt jede Beteiligung, bezeichnete die saudischen Behauptungen als Erfindungen und verwies auf die jemenitischen Huthi, die sich zu Angriffen auf saudische Ölanlagen bekannt hatten. Der irakische Nationale Sicherheitsrat bezeichnete die Angriffe als eklatante Verletzung der irakischen Souveränität, und der Ministerpräsident sagte seinen für Donnerstag geplanten ersten offiziellen Besuch in Saudi-Arabien ab.
Der Blick von außen
Al Jazeera (Katar) stellt Bagdads Forderung nach Beweisen dafür in den Vordergrund, dass die Drohnen vom Irak aus gestartet wurden – Beweise, die bislang keine Partei vorgelegt hat. Daily Sabah (Türkei) stellt die Operation so dar, dass das sunnitisch geprägte Saudi-Arabien in einen neuen Kampfschauplatz gegen die schiitischen Verbündeten des Iran hineingezogen werde, und vermerkt, dass die Ölpreise erstmals seit vergangener Woche wieder gestiegen seien. TASS (Russland) beschränkt sich auf die von Iraks Hashd al-Schaabi gemeldete Opferbilanz und die saudische Darstellung der Abstimmung mit CENTCOM.
Mögliche Folgen
In Bagdad haben PMF-Anhänger die Ausweisung des saudischen Botschafters gefordert, und Politiker verlangen laut Tehran Times eine Überprüfung der Sicherheitsabkommen mit Washington. Brent-Rohöl wurde nach der Eskalation bei rund 88 Dollar gehandelt, während der Iran behauptete, drei Tanker in der Straße von Hormus angehalten zu haben.
United States and Saudi Arabia: CENTCOM and the Saudi Defence Ministry describe the raids as precision strikes on Iran-directed groups behind drone attacks on Saudi oil facilities and US troops, with Riyadh saying it does not seek escalation but will act if attacked.
Iraq: The National Security Council calls the strikes a flagrant violation of sovereignty and of the UN Charter, demands evidence that attacks were launched from Iraqi soil and says its own investigation was cut short.
Iran: The Foreign Ministry calls the strikes criminal and a blatant aggression against Iraq's territorial integrity, and says they serve US and Israeli aims of widening the war.
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