SymbolbildProteste gegen Lebenshaltungskosten in Frankreich und Deutschland gewalttätig
Proteste gegen hohe Preise und für Perspektiven der Jugend endeten am Samstagabend in Krawallen: 779 Festnahmen in Frankreich, über 100 verletzte Polizisten in Frankfurt.
Das französische Innenministerium zählte am Samstag, dem 31. Oktober, 320.000 Demonstranten, nach 410.000 eine Woche zuvor; die Organisatoren sprachen von einer halben Million. Die Polizei nahm 779 Menschen fest, auch in der Halloween-Nacht. In Paris warfen Randalierer einen Brandsatz, der die Uniform eines Gendarmen in Brand setzte; Innenminister Laurent Nuñez nannte das einen Mordversuch. Jean-Luc Mélenchon forderte Macron auf, nachzugeben oder zu gehen, und Schülerverbände riefen für Dienstag und Donnerstag zu Blockaden auf.
Plünderungen in Frankfurt
Die Kundgebungen von „Gen Z regelt“ in mehr als 30 deutschen Städten blieben hinter den angekündigten 184.000 Teilnehmern zurück. In Frankfurt beschädigten vermummte Randalierer nach Angaben des hessischen Innenministers Roman Poseck 17 Geschäfte und plünderten fünf; über 100 von 1.300 Beamten wurden verletzt, 54 Personen im Alter von 13 bis 29 Jahren festgenommen. Er schätzte die Zahl der Gewalttäter auf 1.000 bis 1.500, überwiegend mit Migrationshintergrund, und berief sich dabei auf die Polizei.
Unruhen auch anderswo in Europa
In Zürich setzte die Polizei Wasserwerfer ein, nachdem Demonstranten Container und ein Auto angezündet hatten. Die Wiener Polizei nahm fünf Personen fest; in Lissabon und Porto wurden 13 Menschen festgenommen und 13 Polizisten verletzt. Albanische Medien berichten von Molotowcocktails auf Polizisten in Tirana.