SymbolbildWaffenruhe in Oleschky endet, Angriffe gehen weiter
Eine sechstägige Waffenruhe in Oleschky lief am Sonntagabend aus, nachdem etwa 700 bis 750 Bewohner die Stadt verlassen hatten. Russische Angriffe und ukrainische Schläge gegen Energieanlagen gingen weiter.
Bewohner des russisch besetzten Oleschky erreichten am späten Samstag, 31. Oktober, ukrainisches Gebiet, nach einer 19-stündigen Reise über die Krim, Russland und Belarus. Le Monde zählt rund 700 Evakuierte; ein von der FAZ zitierter Newsmax-Reporter spricht von etwa 750 Registrierten, die auf elf Busse in die Ukraine und vier nach Russland verteilt wurden. Die Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez (Ukraine) und Jana Lantratowa (Russland) koordinierten die Aktion, die laut Handelsblatt Melania Trump und Papst Leo XIV. vermittelt haben. Beide Seiten vereinbarten weitere Hilfsmissionen, da die Lage in Oleschky äußerst schwierig bleibt.
Angriffe und Cyberattacken
Russische Angriffe töteten am Sonntag nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen in den Regionen Winnyzja und Sumy. Le Monde berichtet von einem Angriff auf die Raffinerie Kstowo, eine der größten Russlands. Die ukrainische Luftwaffe meldete, ihre Warn-App sei gehackt worden; das ukrainische Zentrum für strategische Kommunikation macht Moskau verantwortlich. Das russische Katastrophenschutzministerium meldete eine Cyberattacke auf die eigene App und nannte keinen Verantwortlichen.
Patriots gegen Raffinerieangriffe
Selenskyj sagte Fox News, die Ukraine werde russische Raffinerien einen Monat lang nicht mehr angreifen, wenn Washington im selben Zeitraum Patriot-Abfangraketen liefere; zuvor hatte Trump verlangt, dass beide Seiten Energieanlagen verschonen. Laut FAZ bestätigte Selenskyj zudem, dass die Ukraine, Russland und die USA ein gemeinsames Treffen Mitte November vorbereiten, möglicherweise in der Türkei.