SymbolbildFBI macht Nordkorea für Binance-Hack verantwortlich, Börse ersetzt 90 Prozent der Verluste
Das FBI führt den Rekorddiebstahl von 6,3 Milliarden Dollar bei Binance auf Nordkoreas Einheit TraderTraitor zurück. Binance sagt, 90 Prozent der gestohlenen Werte seien ersetzt.
In einer Mitteilung am Samstag, 31. Oktober, erklärte das FBI, Nordkorea sei für den Diebstahl von mehr als 6 Milliarden Dollar bei Binance um den 29. Oktober verantwortlich. Es habe beobachtet, wie TraderTraitor-Akteure gestohlene Werte in Ethereum umtauschten, und erwarte weitere Geldwäsche über dezentrale Finanzdienste und Sofort-Swap-Dienste. Die Behörde veröffentlichte eine Liste von rund 500 Ethereum-Adressen und forderte Privatunternehmen auf, damit verbundene Transaktionen zu blockieren. Binance-Co-Chef Richard Teng sprach von einem komplexen Angriff mit einem kompromittierten Laptop und Schadsoftware, die Spuren löschen sollte.
Binance deckt den Verlust
Binance kaufte Ersatz-Token aus seiner SAFU-Reserve von 1 Milliarde Dollar, einem Teil seines Futures-Versicherungsfonds und der eigenen Unternehmenskasse und hat rund 6,34 Milliarden Dollar zurückgestellt. Die übrigen 10 Prozent bestehen aus weniger liquiden Token, deren Kauf länger dauern kann. Die seit dem Hack ausgesetzten Abhebungen sollen am Sonntag wieder möglich sein.
Trump zweifelt an der Zuschreibung
Laut Le Monde sagte Präsident Donald Trump am Samstagabend in Mar-a-Lago, er wisse nicht, ob Nordkorea verantwortlich sei.
Märkte und Konkurrenten reagieren
Bitcoin fiel nach der Nachricht um knapp 5 Prozent, BNB um knapp 10 Prozent, berichtet der Guardian. Die Financial Times berichtet, konkurrierende Börsen hätten zusätzliche Warnungen und Beschränkungen für Geldbewegungen eingeführt.