SymbolbildBank of Japan hält Zins, sieht 2-Prozent-Ziel erreicht, während Fed und EZB Anhebungen andeuten
Die Bank of Japan beließ ihren Leitzins bei 1,25 % und erklärte, die zugrunde liegende Inflation sei mit dem 2-Prozent-Ziel vereinbar. Auch Vertreter in den USA und im Euroraum deuten höhere Zinsen an.
In ihrem Quartalsausblick am Freitag, 30. Oktober, schrieb die Bank of Japan, die zugrunde liegende Inflation sei "im Allgemeinen mit dem Preisstabilitätsziel von 2 Prozent vereinbar"; zugleich hielt sie die Zinsen mit 8:1 Stimmen konstant, wie von den Märkten erwartet, berichtet die Financial Times. Gouverneur Kazuo Ueda spielte den Meilenstein herunter: Das Ziel sei noch nicht nachhaltig und stabil erreicht, eine förmliche "Erfolgserklärung" sehe er nicht vor. Der Vorstand hob seine Inflationsprognosen gegenüber Juli leicht an. Ökonomen erwarten zunehmend eine Anhebung um einen Viertelpunkt im Dezember, Capital Economics hält weitere Straffungen für "sehr wahrscheinlich". Nikkei Asia ergänzt, die Bank werde den Abbau ihrer ETF-Bestände beschleunigen.
Fed-Falke will mehr Erhöhungen
Das Wall Street Journal berichtet, der Dallas-Fed-Vertreter Logan halte mindestens zwei weitere Zinserhöhungen der Fed für nötig. Die US-Inflation lag im September bei 3,6 %, die Märkte erwarten im Dezember eine Anhebung.
EZB: Lagardes Abgang und Nachfolge
Lagarde kündigte am Donnerstag an, am 7. Februar 2027 zu gehen, nachdem die EZB ihren Leitzins bei 2,5 % belassen hatte. Laut Bloomberg hat die EZB die EU-Staats- und Regierungschefs gebeten, die Suche nach einem Nachfolger für Lane einzuleiten.