SymbolbildÖl und Gas bleiben teuer, während elf EU-Staaten Ölreserven freigeben
Brent notierte am Freitag nahe 113 Dollar, europäisches Spotgas überschritt 100 Euro je Megawattstunde. Elf EU-Staaten wollen strategisches Öl freigeben.
Elf EU-Staaten teilten am Donnerstag, 29. Oktober, mit, dass sie bis Ende Januar 2027 insgesamt 42,6 Millionen Barrel aus strategischen Reserven freigeben, davon 20,5 Millionen Barrel Diesel, im Anschluss an eine G7-Zusage. Energiekommissar Dan Jorgensen sagte, die EU erwarte kein Problem bei der Versorgungssicherheit, für Bürger, die ihre Rechnungen kaum zahlen können, könne der Schritt aber folgenlos bleiben.
Gasspeicher hinken hinterher
Europas Speicher waren am 28. Oktober zu 74,89 Prozent gefüllt, so wenig wie seit 2011 zu diesem Datum nicht, errechnet TASS aus GIE-Daten. Day-ahead-Gas am Handelspunkt TTF erreichte 1.204 Dollar je 1.000 Kubikmeter (rund 104 Euro je MWh), erstmals seit Dezember 2022 über 1.200 Dollar.
Preise steigen trotz erholter Lieferungen
Die Rohölexporte aus dem Golf lagen in der Woche bis 18. Oktober über dem Vorkriegsdurchschnitt, zeigen von Al Jazeera zitierte Kpler-Daten, doch Brent liegt weiter mehr als 60 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Analysten verweisen auf die Furcht vor neuen Kämpfen und auf Frachtkosten; die UKMTO verzeichnete im Oktober 32 Vorfälle gegen Schiffe.
Andere Meinungen
TASS hebt die Warnung von Gazprom-Chef Alexey Miller vor 2.500 Dollar je 1.000 Kubikmeter in einem kalten Winter hervor, Al Jazeera macht den US-israelischen Krieg gegen den Iran verantwortlich.