SymbolbildChinas KI-Aktien fallen trotz staatlicher Stützung weiter
Chinesische KI- und Tech-Aktien sinken seit Juni weiter, obwohl staatliche Fonds den Markt stützen. Die Verluste werden je nach Quelle auf 480 Milliarden bis 2,4 Billionen Dollar beziffert.
Der STAR 50, der Index für Technologie- und Innovationsfirmen, ist seit Juni um 40% gefallen, und Chinas breiter Blue-Chip-Index liegt laut Guardian und Reuters rund 20% unter seinen Junihochs. Reuters beziffert den Wertverlust allein beim STAR 50 auf etwa 480 Milliarden Dollar, der Guardian nennt unter Berufung auf Bloomberg 2,4 Billionen Dollar seit Mai. Die New York Times berichtet, die Kommunistische Partei setze erneut ihr „Nationalteam“ staatlicher Fonds ein, Anleger zweifelten aber am Erfolg. Bloombergs Schlagzeile zufolge zeigt ein Kursrutsch in der letzten Handelsstunde am Dienstag, wie stark der Markt von dieser Stützung abhängt.
Gewinnsorgen und Exportbeschränkungen
Dan Wang von der Eurasia Group nennt geringere Margen als erwartet, steigende US-Zinsen und schwache Binnennachfrage. Reuters zufolge sahen Händler keinen klaren Auslöser, verwiesen aber auf hohe Kurse, Steuerrechnungen und die Gefahr ausländischer Verbote für chinesische Ausrüstung in Rechenzentren.
Roboter- und Chiphersteller besonders betroffen
Der Roboterbauer Unitree hat sich seit dem Börsengang im August halbiert, und laut Reuters haben sich auch MetaX und Moore Threads seit Juli halbiert. Der Guardian merkt an, die Nachfrage nach Robotern komme vor allem von Behörden und Forschungseinrichtungen, nicht von Verbrauchern, obwohl ein staatlich gestützter KI-Fonds mit 60 Milliarden Yuan diesen Monat mit Investitionen begonnen hat.
Andere Meinungen
Daily Sabah, das Reuters übernimmt, schreibt, die Blase könnte platzen, während die staatsnahe chinesische Global Times in einer Schlagzeile argumentiert, der Rückgang sei kein Zeichen dafür.