SymbolbildÖl hält sich nahe 115 Dollar, Gas, Spritkosten und Inflation bleiben hoch
Brent gab am Dienstag leicht auf etwa 115 Dollar je Barrel nach, weil Katars Diplomatie den Märkten etwas Entlastung brachte. Gaspreise und Spritrechnungen der Verbraucher bleiben erhöht.
Brent fiel am Dienstagmorgen um rund 0,77 Prozent auf 114,91 Dollar, berichtet Politika unter Berufung auf die Financial Times über katarische Bemühungen, die Spannungen mit dem Iran abzubauen; das US-Öl WTI notierte bei etwa 100,90 Dollar. Das Wall Street Journal führt den Rückgang darauf zurück, dass Händler die Iran-Diplomatie und saudische Angriffe abwägen, während die US-Notenbank eine zweitägige Sitzung begann. IEA-Chef Fatih Birol sagte am Montag, dem 26. Oktober, in Singapur, die Märkte würden sich bis 2027 weder stabilisieren noch erholen, und forderte die Regierungen auf, Energiesicherheit zur obersten Priorität zu machen.
Gas bleibt knapp
Die niederländischen TTF-Futures für November notierten am Dienstag bei 95,35 Euro je Megawattstunde. Das Forum Gasexportierender Länder erklärt, die Spotpreise hätten sich seit Februar mehr als verdoppelt, weil die LNG-Importe nach Europa und Asien sanken; laut Reuters verlängerte Katar zudem die höhere Gewalt für LNG-Lieferungen an Italiens Edison bis Ende Dezember.
Verbraucher zahlen 468 Mrd. Dollar mehr
Eine Studie des Centre for Research on Energy and Clean Air kommt zu dem Ergebnis, dass höhere Kraftstoffpreise seit Kriegsbeginn die Verbraucher zusätzlich 468 Milliarden Dollar kosteten, davon 160 Milliarden in den USA und 54 Milliarden in China. Die Regierung Trump nennt die Kosten gering im Vergleich zum Ziel, Iran an Atomwaffen zu hindern.
Zubau sauberer Energie verlangsamt sich
IRENA-Chef Francesco La Camera sagte am Dienstag, die Welt werde 2026 erstmals seit fünf Jahren weniger saubere Kapazität zubauen, und machte Netze verantwortlich, die den Strom nicht aufnehmen können.