SymbolbildRussische Angriffe beschädigen Kiews Südbrücke und kappen den Strom in sieben Regionen
Russische Raketen und Drohnen trafen Kiew in der Nacht zu Dienstag, beschädigten die Südbrücke und die Metro und töteten einen Menschen. Le Monde meldet Stromausfälle in sieben Oblasten.
Der Angriff begann am Abend des Montags, 26. Oktober, und kam laut Le Monde in mehreren Wellen. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, die Südbrücke und das U-Bahn-System seien getroffen worden; die Stadt sperrte die Brücke, und die rote und die grüne Metrolinie fielen teilweise aus. Meduza zählt 10 Verletzte, meist Studenten in einem Wohnheim, Le Monde nennt etwa 15. Der Guardian berichtet, Russland habe 280 Drohnen gestartet. Meduza weist darauf hin, dass Russland seit Anfang Oktober verstärkt Dnipro-Brücken in Kiew angreift.
Selenskyj verweist auf Raketenmangel
Wolodymyr Selenskyj sagte, seit dem 14. Oktober seien mehr als 100 ballistische Raketen auf Kiew und Umgebung abgefeuert worden. Der Ukraine fehlten Patriot-Raketen; stärkere Unterstützung der Partner würde ihre diplomatische Lage deutlich verbessern.
Tote in russischen Grenzregionen
Das russische Verteidigungsministerium meldet 222 abgeschossene ukrainische Drohnen in der Nacht. Brjansks Gouverneur Jegor Kowaltschuk spricht von zwei Toten und sechs Verletzten durch von ukrainischen Drohnen abgeworfene Sprengsätze. Saporischschjas Gouverneur Jewgeni Balizki sagt, eine Drohne habe einen Reisebus getroffen und einen Menschen getötet.
Andere Meinungen
TASS, staatsnah, berichtet knapp über den Brückenschaden und verweist auf Strana zur militärischen Versorgungsrolle. Mehr Gewicht legt es auf ukrainische Angriffe auf russische Regionen.