SymbolbildKirche meldet 60 getötete orthodoxe Christen bei zwei Angriffen in Oromia
Die äthiopisch-orthodoxe Kirche erklärt, bewaffnete Angreifer hätten in der Arsi-Zone in Oromia bei zwei Angriffen mindestens 60 Christen getötet. Keine Gruppe hat sich bekannt.
Die Heilige Synode der Kirche teilte am Montag, 26. Oktober, mit, am 20. Oktober seien im Distrikt Merti 14 Menschen getötet worden und am 24. Oktober im Distrikt Shirka 46. Mehr als 20 Menschen seien schwer verletzt und etwa 20 Häuser niedergebrannt worden. Das lokale Medium Abay Times berichtete von mindestens 48 Toten in den Dörfern Chole und Birbo und berief sich auf Zeugen, die automatische Waffen beschrieben. Oromias Behörden und die bewaffnete Opposition beschuldigen sich gegenseitig; laut Al Jazeera machte ein lokaler Beamter ein neues Rebellenbündnis unter Beteiligung der Oromo Liberation Army verantwortlich, die Angriffe auf Zivilisten bislang bestritten hat. Die Synode forderte öffentliche Verurteilung, besseren Schutz der Zivilbevölkerung und Strafverfolgung, die Regionalregierung versprach, die Täter zu verfolgen, und die äthiopische Menschenrechtskommission erklärte, sie ermittle.
36.000 Menschen fliehen nach Kenia
Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erklärte am Dienstag, 27. Oktober, rund 36.000 Menschen seien vor der Gewalt in Moyale nach Kenia geflohen. Die Kämpfe zwischen Kräften der Regionen Somali und Oromia begannen, nachdem in der Stadt eine Flagge der Region Somali gehisst worden war; seit dem 22. Oktober stiegen die Grenzübertritte stark an. Das UNHCR nennt Nahrungsmittelhilfe als Priorität, dazu Trinkwasser, Unterkünfte und medizinische Versorgung.