SymbolbildWaffenruhe in Oleschky hält, nordische Staatschefs sprechen mit Putin
Am Dienstag begann eine von den USA unterstützte lokale Waffenruhe um die besetzte Stadt Oleschky, um Zivilisten zu evakuieren. Die Staatschefs Finnlands und Norwegens riefen zudem Putin an.
Die Waffenruhe trat am Dienstag, dem 27. Oktober, um 4:00 Uhr Moskauer Zeit in Kraft und gilt bis 22:59 Uhr am 1. November, sagte der ukrainische Unterhändler David Arachamija. Russische Truppen sollen die Zufahrtsstraßen zur Stadt entminen, in der rund 2.000 Menschen festsitzen; am Donnerstag sollen Busse kommen, wer bleibt, erhält Hilfsgüter. Das Weiße Haus sagt, Melania Trump habe die Vereinbarung angestoßen. Sie erklärte, diese gelte nun für die gesamte Region Cherson, und die Ukraine bestätigte, dass sich beide Seiten daran hielten.
Evakuierungsroute umstritten
Quellen der FT zufolge sollen Evakuierte zunächst auf die Krim oder nach Russland gebracht werden. Selenskyj wirft Russland vor, die Straße aus der Stadt zu verminen; kremlsprecher Dmitri Peskow sagt, ukrainische Truppen hätten Lebensmittellieferungen behindert.
Nordisches Telefonat mit Putin
Finnlands Präsident Alexander Stubb und Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre sprachen 90 Minuten mit Putin, vor den Gesprächen in Abu Dhabi im November. Drei Eingeweihte sagten der FT, Putin habe vor allem Geschichtsvorträge gehalten, über eine Waffenruhe sei kaum gesprochen worden. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte, es sei nichts Neues besprochen worden, und der Krieg könne eskalieren.
Dänemark widerspricht
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nannte das Telefonat eine eigenmächtige Initiative, berichtet die FAZ. Stubb und Støre sagten, sie hätten nicht für Europa gesprochen.