SymbolbildIsrael wählt bei Rekordbeteiligung, Ausgang offen
Die Israelis haben am Dienstag zum ersten Mal seit dem 7. Oktober 2023 gewählt, bei der höchsten Beteiligung seit Jahrzehnten. Laut Umfragen erreicht weder Netanjahus Block noch Eisenkots Opposition 61 Sitze.
Um 20 Uhr lag die Beteiligung laut der Zentralen Wahlkommission (CEC) bei 74,3 Prozent, acht Punkte über 2022 (FT). Nach der Stimmabgabe in Jerusalem sagte Netanjahu, die arabische Beteiligung sei sehr hoch, rechte Wähler müssten "zu den Wahllokalen strömen". Zudem warf er seinen Gegnern ohne Belege vor, die Wahl "stehlen" zu wollen, berichtet die FT. Likud-Vertreter fürchten laut Jerusalem Post Apathie unter rechten Wählern, während laut FT mehrere arabische Städte am späten Nachmittag schon ihre gesamte Stimmenzahl von 2022 übertroffen hatten. Die letzte Umfrage von Channel 12 sah Netanjahus Block bei 50 Sitzen, die Opposition bei 56 und die arabischen Parteien bei 16.
Verlängerung der Wahlzeit abgelehnt
Die CEC lehnte einen Likud-Antrag auf längere Öffnungszeiten ab, da die hohe Beteiligung in allen Bevölkerungsgruppen dies nicht rechtfertige. Schas, Otzma Jehudit und Ofer Winters Volk Israels hatten den Antrag unterstützt, Eisenkots Yashar lehnte ihn ab und sprach von einer Vorbereitung für Anfechtungen der Wahlintegrität.
Koalitionsarithmetik
Laut Jerusalem Post braucht Eisenkot Gespräche mit Avigdor Liberman und eine Lösung unter Einbeziehung arabischer Parteien, obwohl die meisten Oppositionsführer eine Regierung mit ihnen ausgeschlossen haben. Präsident Isaac Herzog wird die Verhandlungen leiten, die laut FT mehrere Wochen dauern könnten.