SymbolbildUkraine: Starlink-Drosselung besteht trotz Trumps Aussage fort
Selenskyj und ukrainische Truppen sagen, die Geschwindigkeitsbegrenzungen für Starlink und die Militärversion Starshield bestünden fort, entgegen Trumps Aussage. Kiew treibt zudem ein unabhängiges Satellitensystem mit finnischen Firmen voran.
Trump sagte am Donnerstag, 22. Oktober, Starlink funktioniere in der Ukraine wieder ohne Einschränkungen, und das Wall Street Journal berichtete, er habe Musk persönlich zur Aufhebung aufgefordert. Am Freitag sagte Selenskyj vor dem Hudson Institute, die Geschwindigkeit sei nicht wiederhergestellt, und vereinbarte Abfangraketen gegen russische ballistische Raketen seien weiter verzögert. Die Nachrichtenagentur AP berichtet unter Berufung auf einen hochrangigen europäischen Beamten, Kiew habe keine Erklärung, wer die Drosselung angeordnet habe und warum. Ukrainische Soldaten hatten das Problem erstmals am 14. Oktober gemeldet: Starshield-Terminals verloren die Verbindung, sobald Drohnen schneller als 160 km/h flogen. Trump bestreitet, die Drosselung angeordnet zu haben, und Musk sagt, über Starshield entschieden Pentagon und Weißes Haus. Auf Nachfrage sagte Trump am Freitag: „Ich habe gehört, es wurde behoben, aber falls nicht, werde ich mit ihm sprechen.“ Laut Downing Street betonte der britische Premierminister Andy Burnham in einem Telefonat mit Trump, die Ukraine brauche vollen Zugang.
Kiew setzt auf finnische Firmen
Beim Besuch des finnischen Ministerpräsidenten Petteri Orpo in Kiew unterzeichnete das ukrainische Verteidigungsministerium mit ICEYE und Nokia eine Absichtserklärung für eine unabhängige Satellitenkommunikation. Laut Handelsblatt wurden weder Details noch ein Zeitplan genannt.