SymbolbildHelfer durchsuchen tibetische Dörfer nach Beben der Stärke 7 mit 16 Toten
Ein Erdbeben der Stärke 7 hat am Donnerstagabend Nagqu im Norden Tibets erschüttert und mindestens 16 Menschen getötet. In der abgelegenen Hochgebirgsregion stürzten Hunderte Häuser ein.
Das Beben ereignete sich am Donnerstag, dem 22. Oktober, um 22.33 Uhr Ortszeit; sein Epizentrum lag laut dem US Geological Survey 191 Kilometer ostnordöstlich von Nagqu. Chinesische Staatsmedien berichten von 339 eingestürzten Häusern, und Xinhua zufolge wurden mehr als 12.000 Bewohner umgesiedelt. Die Zahlen zu den Verletzten weichen ab: 54 beim Guardian und bei Global Times, 65 bei Reuters, 76 bei Daily Sabah. Der amtierende Bürgermeister Dunzhu sagte, die Retter hätten bis Freitagnachmittag drei Suchdurchgänge abgeschlossen, und Xi Jinping forderte eine umfassende Rettungsaktion.
Schnee, Steinschlag und Nachbeben
Steinschläge sperrten einen Abschnitt der Nationalstraße 317 für alle außer Einsatzfahrzeuge, und in einigen Gebieten fiel die Kommunikation aus, berichtete Xinhua. Für drei Tage ist zeitweise Schneefall vorhergesagt. Die US-Behörde registrierte sieben Nachbeben der Stärke 4,3 bis 5,2; das chinesische Erdbebennetzwerkzentrum zählte 413.
Hilfe im Einsatz
Daily Sabah berichtet, mehr als 5.000 Menschen aus drei Kreisen seien im Einsatz, dazu wurden 2.000 Fertigunterkünfte und rund 3.400 Zelte in die Region gebracht.
Andere Meinungen
Global Times, das den Namen Xizang verwendet, betont die umfassende Rettungsaktion; der Guardian erinnert daran, dass Chinas Informationskontrolle internationalen Medien im August den Zugang zu den tibetischen Flutgebieten verwehrte.