SymbolbildNetanjahu verhängt Abriegelung des Westjordanlands nach Angriff bei Hebron mit zwei toten Soldaten
Zwei palästinensische Schützen töteten am Freitag an einem Kontrollpunkt bei Hebron zwei israelische Soldaten, bevor sie erschossen wurden. Netanjahu ordnete die Abriegelung Hebrons und eine Sperre des Westjordanlands an.
Laut der israelischen Armee eröffneten die Angreifer aus einem Auto das Feuer auf vier Soldaten an der Yehuda-Kreuzung, drei Soldaten wurden leicht verletzt. Armeekreise vermuten, die beiden wollten einen größeren Anschlag auf der Route 35 verüben. Netanjahu, der die Hamas verantwortlich macht, erklärte, er und der Verteidigungsminister hätten einen Einsatz in Judäa und Samaria geplant, dessen Ausmaß seit dem Sechstagekrieg nicht erreicht worden sei; den Zeitpunkt lege man noch fest. Zudem kündigte er an, in Hebron nach dem Vorbild der Flüchtlingslager Haus für Haus vorzugehen und die Methode womöglich auf andere Städte auszudehnen. Die Financial Times weist darauf hin, dass der Angriff eine Woche vor den israelischen Wahlen geschah.
Minister fordern mehr
Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir forderte die Auflösung der Palästinensischen Autonomiebehörde und wollte die Absperrungen beibehalten. Finanzminister Bezalel Smotrich sagte, eine umfassende Kampagne im Westjordanland sei unausweichlich und werde eine Forderung an die nächste Regierung sein.
Armee betont Besonnenheit
Generalstabschef Eyal Zamir sagte, die Truppen würden alle Beteiligten verfolgen, aber besonnen handeln und sich nicht provozieren lassen. Das Zentralkommando kündigte einen Anti-Terror-Einsatz und eine Abriegelung von Hebron und Halhul an.