SymbolbildMeta muss New Mexico 25 Milliarden Dollar zahlen wegen Täuschung beim Datenschutz
Ein Richter in New Mexico hat Meta am Mittwoch zur Zahlung von 25 Milliarden Dollar verurteilt, weil das Unternehmen Facebook-Nutzer über den Datenschutz getäuscht hat. Eine Jury hatte die Haftung bereits im September festgestellt.
Richter Francis Mathew verwies auf die "außerordentliche" Zahl vorsätzlicher Verstöße, deren Dauer, die Beteiligung von Facebook-Führungskräften und den "vorsätzlichen und systematischen" Charakter der falschen Aussagen, so ein von MLex veröffentlichter Auszug des Urteils. Hintergrund ist der Datenskandal um Cambridge Analytica. New Mexico hatte 35 bis 40 Milliarden Dollar gefordert, Meta plädierte für höchstens rund 3,4 Milliarden und nannte eine zehnfach höhere Strafe verfassungswidrig. Generalstaatsanwalt Raúl Torrez sprach von "einem der größten, wenn nicht dem größten Urteil eines Bundesstaats gegen ein Unternehmen in der amerikanischen Geschichte".
Zinsen und Berufung
Laut Le Monde wächst die Summe um 3,75 Milliarden Dollar pro Jahr (15 Prozent Zinsen), bis sie gezahlt ist. Meta äußerte sich nicht zur Höhe, hatte aber Berufung angekündigt, und Torrez räumte ein, dass das Geld während eines Berufungsverfahrens gebunden wäre. Die Meta-Aktie legte laut Associated Press um 2 Prozent zu.
Auflagen noch offen
Über die vom Bundesstaat geforderten Abhilfemaßnahmen, darunter eine Prüfung von Metas Umgang mit Nutzerdaten, hat der Richter noch nicht entschieden. Torrez zufolge fließen die Strafen in die Bildungsausgaben. Hinzu kommen 942 Millionen Dollar, die in diesem Jahr in einem separaten Kinderschutzverfahren in New Mexico angeordnet wurden und gegen die Meta Berufung einlegt.