SymbolbildMusk soll Starshield für die Ukraine gedrosselt haben, EU fordert volle Wiederherstellung
Wall Street Journal und New York Times berichten, Elon Musk habe eine Drosselung von Starshield angeordnet, die ukrainische Drohnen lahmlegte. Die EU verlangt von SpaceX die volle Wiederherstellung des Dienstes.
Das Wall Street Journal berichtete am Mittwoch, 21. Oktober, unter Berufung auf Quellen, Musk habe in der Woche zuvor die Geschwindigkeit begrenzt, mit der ukrainische Geräte das Satellitennetz nutzen können. Dadurch seien manche Angriffs- und Abfangdrohnen praktisch nutzlos geworden (laut Wiedergabe durch TASS). Die New York Times berichtete, ein ukrainischer Kommandeur habe erklärt, fast alle Operationen hätten drei Tage geruht, dutzende Drohnen im Wert von mindestens einer Million Dollar seien verloren gegangen. Erste Probleme wurden am 14. Oktober gemeldet; die Ukraine sagt, sie wisse noch immer nicht, warum der Dienst gedrosselt wurde.
Motiv umstritten
Laut WSJ waren Musk und Trump verärgert über ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien. Einige US-Beamte sagen, Musk habe eigenmächtig gehandelt, doch eine Quelle erklärt, er habe zuvor mit hochrangigen Regierungsvertretern gesprochen, darunter Trump. Ukrainische Vertreter fürchten, die Regierung habe die Kürzung als Strafe angeordnet, während Fox-News-Reporter Peter Doocy meinte, Musk habe sich wohl an der offensiven militärischen Nutzung gestört.
Reaktionen der EU und Washingtons
Die EU forderte SpaceX laut Le Monde und FAZ auf, Kiews vollen Zugang dringend wiederherzustellen. Reuters zufolge sagte Außenminister Rubio, der Starlink-Zugang in der Ukraine sei Musks Entscheidung, nicht die des Weißen Hauses.
Andere Meinungen
Die russische staatsnahe Agentur TASS gibt die Geschichte vor allem über US-Medien wieder und verweist auf Fox News, wonach die offensive Nutzung Musks Schritt erklären könnte.