SymbolbildMutmaßliche Drohne explodiert über Litauen: Drohnen- und Sabotagevorfälle an der NATO-Ostflanke
Über Litauen ist am Sonntag eine mutmaßliche Drohne explodiert, Anwohner mussten Schutz suchen. Die Ukraine bedauerte den Vorfall und erklärte, russische elektronische Kriegsführung könnte ihre Drohnen abgelenkt haben.
Die Bewohner im Norden und in der Mitte Litauens suchten am Sonntagmorgen, 18. Oktober, eine Stunde lang Schutz, wie der Präsident und Verteidigungsbeamte mitteilten. Verteidigungsminister Robertas Kaunas sagte, das Objekt sei aus Polen eingeflogen, und schlug seinem polnischen Amtskollegen eine gemeinsame Untersuchung vor. Laut Bloomberg prüft Polen eine mutmaßliche Verletzung seines Luftraums, und Reuters zufolge ließ das polnische Militär Flugzeuge aufsteigen, während Russland die Ukraine angriff.
Rumänien schießt zwei Drohnen ab
Rumänische F-16 schossen über rumänischen Hoheitsgewässern zwei Drohnen ab, berichtete Reuters. Zwei Tage zuvor hatten Drohnen zwei Tanker nahe dem Sulina-Kanal getroffen; sieben Seeleute werden vermisst, und eine NATO-Quelle sagte Reuters, diese Drohnen seien russisch gewesen.
Sabotage in Litauen und Deutschland
Litauen bezeichnete einen versuchten Starlink-Brandanschlag laut Reuters als Sabotage mit Russland-Bezug. Am Flughafen Leipzig/Halle durchbrach in der Nacht zu Sonntag mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fahrzeug den Zaun, wie die Polizei mitteilte; die Nordpiste wurde zeitweise gesperrt, Eindringlinge fanden die Suchkräfte nicht. Berlin machte Russland für einen versuchten Anschlag dort am 4. August verantwortlich, bei dem Drohnenteile und Sprengstoff nahe ukrainischen Antonow-Flugzeugen entdeckt wurden.