SymbolbildHuthi-Angriffe auf Saudi-Arabien nehmen zu, Ägypten bereitet Unterstützung für Riad vor
Huthi-Raketen und -Drohnen treffen weiter Saudi-Arabien, und Ägypten erklärt sich bereit, die Verteidigung des Königreichs zu unterstützen. Riad meldet seine ersten militärischen Todesopfer.
Saudi-Arabien erklärte, es habe am Sonntag, 18. Oktober, mehrere auf Riad gerichtete Raketen und Drohnen abgefangen; bei einem Huthi-Angriff auf Nadschran seien sechs Menschen verletzt worden. Ein Huthi-Sprecher sagte, saudische Kampfflugzeuge hätten seit Samstag zehn Luftangriffe im Jemen geflogen und dabei mehr als 30 Menschen getötet oder verletzt. Financial Times und Reuters berichten, bei einem Hubschrauberabsturz in Nadschran seien nach Angaben der saudisch geführten Koalition zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Zudem trafen die Huthi in den vergangenen Tagen den Flughafen von Riad und Saudi Aramco, berichtet die Jerusalem Post.
Ägypten macht sich bereit
Nach einer Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats erklärte Ägyptens Präsidialamt, man werde Riad jede nötige Unterstützung gewähren. Präsident Sisi bat das Parlament, den Einsatz des Militärs zu genehmigen, falls das Königreich um Hilfe bittet; laut New York Times bezeichnete er jede Hilfe als defensiv. Die Debatte der Abgeordneten wird am Montag fortgesetzt, und Ägyptens Außenminister mahnte im Telefonat mit seinem saudischen Amtskollegen zur Deeskalation.
Riads begrenzte Optionen
Ein FAZ-Kommentar sieht für Riad keinen guten Ausweg: Ein Deal würde Erpressung belohnen, Eskalation ist riskant, und Trump zögert, während die Türkei und Pakistan sich nur zurückhaltend engagieren.