SymbolbildJapan finanziert bis zu zwei GlobalFoundries-Chipwerke in New York
Japan will rund 21 Milliarden Dollar in bis zu zwei Chipfabriken im Bundesstaat New York investieren, wie GlobalFoundries am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen soll sie betreiben.
Laut Nikkei Asia sollen die Werke gemeinsam der US-Regierung und japanischen Investoren gehören. Sie sind Teil der 550 Milliarden Dollar, die Japan im vergangenen Jahr zugesagt hat, im Gegenzug sanken die US-Zölle auf japanische Autos und andere Importe von mindestens 25 auf 15 Prozent. The National berichtet, Japan stelle das gesamte Kapital bereit, während GlobalFoundries Technologie und Betrieb einbringe. Rund 10 Milliarden Dollar fließen in die erste 300-mm-Fabrik, deren Bau noch in diesem Jahr beginnen soll; die Produktion ist für 2029 geplant. Weitere 10 Milliarden Dollar würden eine zweite Fabrik finanzieren, über die die Partner noch nicht entschieden haben. Jede Fabrik soll die jährliche US-Kapazität um etwa 900.000 Wafer erhöhen, die Aktie von GlobalFoundries stieg um mehr als 4 Prozent.
US-Beteiligung und Änderungen am Chips Act
In einer separaten Vereinbarung übernimmt das Handelsministerium 4 Prozent der Anteile an GlobalFoundries, womit der Anteil der US-Regierung auf 7 Prozent steigt, sagte Konzernchef Tim Breen der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem stimmte das Unternehmen zu, 955 Millionen Dollar aus seiner Förderzusage nach dem Chips Act auf Siliziumphotonik, Silizium-Germanium und fortgeschrittene Gehäusetechnik an den Standorten in New York und Vermont umzuwidmen. Mehrheitseigner bleibt Mubadala aus Abu Dhabi.