SymbolbildIWF drängt Industriestaaten bei Schulden, während die Renditen steigen
IWF-Chefin Kristalina Georgieva forderte am Mittwoch in Bangkok die fortgeschrittenen Volkswirtschaften auf, ihre Staatsfinanzen zu sanieren, da die Anleiherenditen steigen.
IWF-Fiskalchef Rodrigo Valdés mahnt laut FAZ, die Regierungen müssten ihre Haushalte konsolidieren, bevor die Märkte sie dazu zwingen; die globale Verschuldung dürfte bis 2030 über 100 Prozent der Weltwirtschaftsleistung steigen. Die Renditen zehnjähriger G-7-Anleihen stiegen zwischen Februar und September im Schnitt um mehr als einen Prozentpunkt auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten. Die US-Zinsausgaben könnten bis 2031 auf 5,7 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Schlagzeilen von Bloomberg und Reuters zufolge sagt Georgieva, das US-Wachstum allein werde die Schulden nicht verringern.
Lagarde nimmt Paris in die Pflicht
EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte CNN in Bangkok, die erste und wichtigste Lösung für Frankreich liege im eigenen Land, in einer Haushaltskonsolidierung, berichtet das Handelsblatt. Das dämpft Spekulationen über EZB-Anleihekäufe.
Notenbanken deuten weitere Zinserhöhungen an
Bloomberg-Schlagzeilen zufolge verweisen die EZB-Vertreter Simkus und Wunsch auf weitere Straffungen, und laut WSJ bezweifelt Pill von der Bank of England, dass vier Zinserhöhungen nötig sind. Reuters berichtet, Dombrovskis sehe keine Anzeichen einer neuen EU-Schuldenkrise.