SymbolbildMeloni warnt vor Diesel-Deal zwischen USA und Russland, Moskau verhandelt Lieferverträge
Italiens Ministerpräsidentin Meloni nannte den Diesel-Deal zwischen den USA und Russland am Mittwoch eine „sehr riskante Entscheidung“. Moskau erklärt, über Verträge mit Washington werde verhandelt.
Vizeregierungschef Alexander Nowak sagte am Mittwoch, 14. Oktober, bei der Russischen Energiewoche in Moskau, das russische Energieministerium und das US-Energieministerium verhandelten über Verträge für russischen Diesel. Die Exporte würden Raffinerieauslastung und Haushaltseinnahmen steigern, argumentierte er. Kirill Dmitrijew, Russlands Sondergesandter für wirtschaftliche Zusammenarbeit, sagte, Gegner, auch in Europa, versuchten, einen Deal zu torpedieren, der allen Seiten nütze. Europa selbst habe russische Energie im Wert von 320 Milliarden Dollar gekauft, eine Zahl, die Nowak genannt hatte.
Kritik aus Rom, Washington und London
Laut Financial Times warnte Meloni, der Plan verschaffe Russland „Legitimität“ in seinem eskalierenden Feldzug gegen die Ukraine. Zwölf US-Senatoren, darunter der Republikaner Mitch McConnell, forderten am Dienstag, Trump solle den Deal zurücknehmen, und nannten ihn Verrat an der Ukraine. Die Financial Times berichtet zudem, der britische Premierminister Burnham habe den ukrainischen Präsidenten Selenskyj in der Downing Street getroffen und wolle die Brücken zwischen Trump und Kiew wieder aufbauen.
Zweifel am Preiseffekt
Die New York Times schreibt, der Deal werde die Dieselpreise wohl nicht senken, die wegen des US-Kriegs mit dem Iran und ukrainischer Angriffe auf russische Raffinerien stark gestiegen sind. Trump habe erst kürzlich ein Gesetz zur Verschärfung der Energiesanktionen gegen Russland unterzeichnet.
Andere Meinungen
Die russische Staatsagentur TASS stellt den Deal als für alle Seiten vorteilhaft dar und wirft Gegnern Blockade vor, westliche Medien betonen dagegen die Einwände der Verbündeten und den Widerspruch zur Sanktionspolitik.