SymbolbildRussland trifft Kiewer Kraftwerke trotz Energie-Waffenruhe; Ukraine greift russische Rechenzentren an
Russische Angriffe ließen mindestens 600.000 Ukrainer ohne Strom, wenige Tage nach Trumps angekündigter Energie-Waffenruhe. Ukrainische Drohnen trafen ein Rechenzentrum der Sberbank.
Russland setzte am Mittwoch, 14. Oktober, 39 ballistische Raketen und mehr als 102 Drohnen gegen die ukrainische Energieinfrastruktur ein, sagte Selenskyj; 26 Stromanlagen und vier Öl- und Gasobjekte seien beschädigt. Der Ministerpräsident erklärte, alle drei Heizkraftwerke Kiews seien getroffen worden; die Polizei zählte fünf Tote in Kiew, die Behörden zwei weitere im Gebiet Dnipropetrowsk. Das Moskauer Verteidigungsministerium bestätigte Angriffe auf Energie- und Kommunikationsanlagen um Kiew und im Gebiet Charkiw und verwies auf deren Nutzen für Armee und Rüstungssektor. Selenskyj bat Trump um Sanktionen und weitere Patriot-Systeme.
Rechenzentren getroffen
Ukrainische Drohnen trafen über Nacht das Sberbank-Rechenzentrum in Balakowo im Gebiet Saratow; der Gouverneur meldete einen getöteten Zivilisten in der Stadt. Die Sberbank bestätigte den Angriff und sprach von normalem Betrieb, Nutzer meldeten dennoch Ausfälle. Meduza zufolge wurden zwischen dem 7. und 11. Oktober drei der sechs größten Yandex-Rechenzentren getroffen.
Waffenruhe umstritten
Trump sagte am 11. Oktober, beide Seiten hätten vereinbart, keine Raffinerien anzugreifen; Selenskyj nannte das neu für ihn. Russlands Vize-Regierungschef Nowak behauptete, die Ukraine habe Raffinerien in Saratow und Rjasan getroffen, doch die Regionalbehörden meldeten nichts, und Meduza fand keine Berichte.
Vormarsch in Donezk
FAZ und Reuters berichten, Kiew gebe an, weitere Dörfer im Gebiet Donezk zurückerobert zu haben.