SymbolbildHuthis kündigen nach Treffer auf Aramco-Zentrale weitere Angriffe an
Huthi-Raketen beschädigten am Dienstagabend die Zentrale von Saudi Aramco in Dhahran. Die Gruppe kündigt weitere Angriffe auf saudische Flughäfen und Ölanlagen an.
Am Mittwoch erklärten die Huthis, sie hätten ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen auf Aramco-Anlagen in Dhahran, den Flughafen King Khalid in Riad und eine Raffinerie in Riad gefeuert, ohne einen Zeitpunkt zu nennen. Drei Quellen sagten Reuters, die Zentrale in Dhahran sei am Dienstag, dem 13. Oktober, umfangreich beschädigt worden: Das Feuer breitete sich über das sechste bis zehnte Stockwerk aus, die obersten drei Etagen seien schwer getroffen. Das saudische Energieministerium sprach von einem begrenzten Brand ohne Opfer. Der Huthi-Militärsprecher Yahya Saree sagte, die Operationen gegen „Flughäfen und Ölanlagen“ gingen weiter. Die saudisch geführte Koalition meldete das Abfangen einer auf Riad abgefeuerten Rakete am Mittwoch, saudische Behörden berichteten von vier durch Trümmer Verletzten.
Koalitionsangriffe um Sanaa
Am Dienstag bombardierte die Koalition Öllager in Sanaa und Infrastruktur in Saada, nur Stunden nach ihrer ersten Evakuierungsaufforderung seit Juli vor einer „Sonderoperation“ in der jemenitischen Hauptstadt.
Vermittlungsangebot und wirtschaftliche Folgen
Der Huthi-Vertreter Mohamed al-Bukhaiti sagte AP, die Gruppe akzeptiere eine Vermittlung, möglicherweise durch Oman, wenn Saudi-Arabien seine Truppen abziehe und den wirtschaftlichen Druck beende. Der IWF warnte vor weltweit steigenden Treibstoffpreisen, und Saudi-Arabien plant für seine Investitionskonferenz Ende des Monats ein Hybridformat, wie zwei Personen Reuters sagten.
Andere Meinungen
Saudische Stellen und das in den Emiraten ansässige Medium The National betonen einen begrenzten Brand ohne Opfer, während Reuters-Quellen von umfangreichen Schäden sprechen.