SymbolbildEU und China einigen sich auf Obergrenze für chinesische Hybridautos
Die EU und China haben vereinbart, die Einfuhr chinesischer Hybride und Plug-in-Hybride auf 350.000 Fahrzeuge pro Jahr zu begrenzen. Die Obergrenze gilt ab Dezember.
Handelskommissar Maroš Šefčovič verkündete die Einigung am Freitag, 9. Oktober, nach zweitägigen Gesprächen in Peking; die Zahlen wurden am Montag bekannt. Die Quote gilt vier Jahre und erlaubt China, die Ausfuhren jährlich um 6 Prozent zu steigern. Ein hochrangiger EU-Beamter sagte, Chinas Anteil am EU-Hybridmarkt sinke damit von 12 auf 6 Prozent. Die Kommission erwartet für 2026 chinesische Hybrideinfuhren von 600.000 bis 800.000. Die EU setzt die Grenze über eine WTO-konforme Schutzklausel durch, und die nationalen Zollbehörden müssen Autos über der Quote zurückweisen, gleichgültig, wer sie herstellt.
Zollsenkungen und Zweifel
Ab 1. Januar senkt China die Zölle auf Autoteile, Olivenöl, Schuhe und Eiscreme, was europäischen Exporteuren nach Angaben der Kommission 225 Millionen Euro spart. Sie wertet Chinas Akzeptanz einer Exportbeschränkung als Signal mit Blick auf das EU-Handelsdefizit, das sie mit einer Milliarde Euro pro Tag beziffert. Europaabgeordnete und Mitgliedstaaten warnen, das könne nur ein erster Schritt sein, und der Handelsnewsletter der Financial Times nennt es eine kurzfristige Lösung und einen Rückschritt zum gelenkten Handel.
Autohersteller wollen mehr Schutz
Renault-Chef François Provost nannte den Zustrom chinesischer Autos für Europa nicht tragbar. Präsident Emmanuel Macron sagte am Montag, Frankreich und Deutschland stünden kurz vor einer Einigung zur EU-Autopolitik, einschließlich Made-in-EU-Regeln. Bloomberg berichtet, die Hersteller unterstützten die Obergrenze als ersten Schritt, und die EU-Staats- und Regierungschefs beraten diese Woche auf einem Gipfel über China.