SymbolbildFlughafen Riad bleibt nach dem schwersten Huthi-Angriff auf saudischem Boden seit einem Jahrzehnt geschlossen
Saudi-Arabien hat die Schließung des Flughafens King Khalid in Riad nach wiederholten Huthi-Angriffen bis Samstag verlängert. Iran hat seine Vermittlung angeboten.
Bei einem Raketenangriff auf Terminal 3 am Samstag, 10. Oktober, wurden 12 oder 13 Menschen getötet (die Quellen weichen ab) und mehr als 300 verletzt; es war der folgenschwerste Angriff im Königreich seit über einem Jahrzehnt. Am Sonntag traf ein Geschoss Terminal 4, tötete einen pakistanischen Bewohner und verletzte 11 weitere Menschen, auch der Flughafen Dammam wurde getroffen. Ein Militärsprecher der Huthi reklamierte die Angriffe für sich und erklärte, auch zwei Anlagen von Aramco seien getroffen worden. Eine Flugwarnung (NOTAM) hält Riad bis 21 Uhr GMT am 17. Oktober geschlossen.
Flüge gestrichen, Reisewarnungen
Cirium beziffert die Streichungen an allen saudischen Flughäfen auf 46,4 Prozent. Die Lufthansa Group strich Flüge nach Riad bis zum 16. Oktober, Air France-KLM bis Monatsende, Qatar Airways setzte Riad und Dammam aus. Die britische Botschaft riet von allen nicht notwendigen Reisen nach Dschidda, Dammam und zu allen Flughäfen außer Medina ab.
Saudische Reaktion und Küstenkämpfe
Die von Saudi-Arabien geführte Koalition sagt, sie habe am Sonntag einen Marschflugkörper nahe dem Flughafen Riad und am Montag eine ballistische Rakete abgefangen. Jemens Regierung erklärt, sie habe Stellungen nahe Bab al-Mandab zurückerobert, was die Huthi bestreiten; die Behauptung der Koalition, 324 Ziele zerstört zu haben, ist nicht überprüft.
Iran bietet Vermittlung an
In einem Telefonat mit seinem saudischen Amtskollegen bot Irans Außenminister am Sonntag an, Gespräche mit den Huthi zu ermöglichen. Die Krisen der Region ließen sich nicht militärisch lösen, heißt es in einer Erklärung auf Telegram.