SymbolbildWHO fordert Antworten von Russland nach Tod im Pest-Institut
Der WHO fehlt das Gesamtbild, nachdem eine Mitarbeiterin eines sibirischen Pest-Instituts gestorben ist. Moskau sagt, ihre Kontaktpersonen seien gesund.
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte am Mittwoch, 7. Oktober, Russland habe auf die Anfrage der WHO nach den Internationalen Gesundheitsvorschriften geantwortet, in der Region Irkutsk sei zuletzt kein Pestfall gemeldet worden und rund 200 Kontaktpersonen seien in Quarantäne. Die WHO verlangt Details zu den Labortests der 28-jährigen Frau, die am 2. Oktober starb, und ihrer Kontaktpersonen und bat Moskau, Berichte über eine zweite Mitarbeiterin mit Lungenentzündung unklarer Ursache zu überprüfen. Tedros sagte, die WHO könne noch keine vollständige Risikobewertung vornehmen. Sie habe technische Hilfe angeboten, könne aber laut El País nur Inspektoren entsenden, wenn Russland darum bitte.
Moskaus Entwarnung
Am Donnerstag erklärte der Gouverneur von Irkutsk, Igor Kobzew, die Überwachung aller Kontaktpersonen von Darja Schipilowa sei nach fast 5.000 Labortests ohne Hinweis auf eine Infektionskrankheit beendet. Sie sei an einer ambulant erworbenen Lungenentzündung gestorben, im Institut habe es keinen Unfall gegeben. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte die meisten Medienberichte als falsch bezeichnet, und Russland bestreitet einen zweiten Fall.
Ursache weiter unklar
Rospotrebnadzor spricht von einer Lungenentzündung unbekannter Ursache, während das lokale Medium Lyudi Baikala über Lungenpest berichtete. Die USA und die EU haben Russland zu Transparenz aufgefordert.
Andere Meinungen
Breitbart stellt Tedros' entschiedenen Ton der frühen WHO-Reaktion auf Wuhan 2020 gegenüber.