KI-Nachfrage beschert TSMC und Samsung Rekordzahlen
TSMC meldete am Donnerstag einen Umsatzsprung von 51 Prozent im dritten Quartal, Samsung einen Rekordgewinn. GlobalFoundries kündigte zudem einen 2-Milliarden-Dollar-Auftrag von TSMC an.
Samsung Electronics gab am Donnerstag, 8. Oktober, in einer vorläufigen Mitteilung bekannt, dass der operative Gewinn von Juli bis September 107,4 Billionen Won (71,4 Milliarden Euro) erreichte, 782,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor; der Umsatz von 195 Billionen Won hat sich mehr als verdoppelt. Die FAZ nennt unter Berufung auf Reuters den höchsten Quartalsgewinn, den je ein Technologiekonzern gemeldet hat; das Wall Street Journal beziffert ihn auf über 80 Milliarden Dollar. Getrieben wurde das Ergebnis von der Nachfrage nach Speicherchips mit hoher Bandbreite, dennoch fiel die Samsung-Aktie in Seoul um 2,4 Prozent, was die FAZ als Zweifel der Anleger an der Dauer solcher Niveaus deutet. TSMCs Umsatz stieg laut Bloomberg und Handelsblatt um 51 Prozent, laut FAZ um rund 50 Prozent auf 41,66 Milliarden Euro. Details will TSMC kommende Woche vorlegen.
Speicherknappheit treibt Preise
Laut FAZ sind wegen der Knappheit auch die Preise für DRAM- und NAND-Chips gestiegen. Das dürfte Samsungs Geschäft mit Smartphones, Tablets und Elektronikgeräten belasten, in denen diese Bauteile stecken.
GlobalFoundries beliefert TSMC
GlobalFoundries, teils im Besitz des Staatsfonds Mubadala aus Abu Dhabi, kündigte einen Auftrag über 2 Milliarden Dollar an: Das Unternehmen liefert TSMC in den USA gefertigte Silizium-Interposer, die Massenproduktion wird für Anfang 2028 erwartet. Die Aktie legte laut The National am Donnerstag um 2,8 Prozent auf 49,44 zu.