SymbolbildAnleihenausverkauf verschärft sich, Frankreich wird zum Stressindikator der Märkte
Die Renditen von US-, Euro-Zonen- und britischen Staatsanleihen stiegen diese Woche weiter. Bloomberg nennt Frankreich den Gradmesser für die globale Marktbelastung.
Die FT berichtete am Donnerstag, 8. Oktober, dass die US-Hypothekenzinsen die siebte Woche in Folge auf den höchsten Stand seit 2023 gestiegen sind, und verwies auf stark steigende Treasury-Renditen, hohe Energiepreise und erwartete Straffungen der Fed. Das WSJ meldet unaufhaltsam steigende Renditen bei Treasuries und Euro-Zonen-Anleihen und widmet sich Zahlungsausfall als Extremrisiko für französische Anleihen sowie weiteren Euro-Verlusten. Einen Tag zuvor erreichten französische zehnjährige Renditen laut FT 4,87 Prozent, und der Euro fiel zum Pfund auf ein 16-Monats-Tief.
EZB bleibt vorsichtig
Ein Zentralbankchef sagte am Mittwoch, die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB seien nicht gegeben, und Bloomberg beleuchtet, warum die EZB zögert. Die Euro-Finanzminister wollen Paris drängen, den Haushalt 2027 zu verabschieden.
Banken und Investoren reagieren
Bloomberg berichtet, europäische Bankaktien steuerten auf den größten Zweitagesverlust seit März zu, und NatWest ziehe sich aus dem Handel mit US- und europäischen Staatsanleihen zurück. Laut FT kaufen Vermögensverwalter Euro-Zonen-Anleihen zu Schnäppchenpreisen und halten Ängste vor einer Wiederholung der Schuldenkrise für übertrieben.