SymbolbildHuthi greifen Flughafen Riad erneut an, Airlines setzen Saudi-Flüge aus
Die Huthi reklamierten am Donnerstag einen dritten Angriff auf den Flughafen Riad, nachdem frühere Angriffe auf saudische Flughäfen drei Menschen getötet hatten. Die saudisch geführte Koalition droht mit Vergeltung.
Die Huthi erklärten, sie hätten ballistische Raketen auf den Flughafen Riad, den Flughafen Nadschran und den Luftwaffenstützpunkt Chamis Muschait abgefeuert, berichtet Le Monde. Koalitionssprecher Turki al-Maliki sagte, zwei auf Riad und eine auf Chamis Muschait gerichtete Rakete seien abgefangen worden; aus Flughafenkreisen hieß es gegenüber dpa, Trümmer seien auf ein Terminalgebäude gefallen. Bei den früheren Angriffen auf die Flughäfen Riad und Abha wurden ein Ägypter, ein Algerier und ein Sudanese getötet und 36 Menschen verletzt, so die saudische Luftfahrtbehörde. Die Koalition erklärte, die Angriffe blieben nicht ungestraft, und sie habe als Reaktion 82 militärische Ziele der Huthi zerstört. Die Huthi warnten, alle saudischen Ölanlagen könnten zu Zielen werden.
Airlines setzen Flüge aus
Die Huthi forderten Fluggesellschaften erneut auf, Saudi-Arabien nicht mehr anzufliegen; ausgenommen sei nur der Luftraum über Mekka und Medina. Laut Reuters haben Lufthansa und indische Airlines ihre Flüge nach Riad ausgesetzt, und Flightradar24 zeigte zahlreiche Verspätungen am Flughafen King Khalid.
Türkei und Syrien erwägen Unterstützung
Reuters berichtet, der türkische Außenminister habe gesagt, Ankara erwäge Verteidigungshilfe für Saudi-Arabien und schließe eine offensive Rolle aus. Ein US-Beamter und ein syrischer Militärvertreter sagten, Syrien erwäge Verteidigungshilfe oder einen offensiven Einsatz, doch der Medienberater des syrischen Präsidenten, Ahmad Zaidan, bestritt, dass Riad Truppen angefragt habe. Ein syrischer Diplomat erklärte, jede Zusammenarbeit liefe über offizielle Kanäle.