SymbolbildRussische Bombe tötet 33 Menschen in Bussen in Kramatorsk, in Kiew fällt der Strom aus
Eine russische Bombe traf am Donnerstag in Kramatorsk zwei Linienbusse und tötete 33 Menschen. Am selben Tag legten Angriffe in weiten Teilen Kiews den Strom lahm.
Der ukrainische Katastrophenschutz meldete 33 Tote und 18 Verletzte, die Staatsanwaltschaft der Region erklärte, vermutlich sei eine gelenkte Fliegerbombe eingesetzt worden. Kramatorsk liegt etwa 15 Kilometer von der Front entfernt. Die Behörden stellten den öffentlichen Nahverkehr in Kramatorsk und Slowjansk ein, den beiden größten noch ukrainisch kontrollierten Städten im Donbass. Die Staatsanwaltschaft leitete Vorermittlungen wegen eines Kriegsverbrechens ein, Selenskyj versprach, der Angriff bleibe nicht ohne Antwort. Einen Tag zuvor, am Mittwoch, dem 7. Oktober, hatte eine russische Rakete vom Typ Ch-101 in Pryluky einen Wohnblock teilweise zerstört: 22 Menschen starben, darunter fünf Kinder, 54 wurden verletzt.
Kiew im Dunkeln
Am Donnerstagabend waren die meisten Stadtteile Kiews ohne Strom, weil Angriffe Teile des Netzes lahmgelegt hatten, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Auch Wasserversorgung und Nahverkehr waren gestört. Bürgermeister Vitali Klitschko sagte, die Angriffe des Tages hätten vier Menschen getötet und mindestens 19 verletzt.
Bürgermeister rät zum zeitweisen Verlassen
Klitschko sagte der AFP, Einwohner mit Freunden oder Verwandten außerhalb Kiews sollten erwägen, die Stadt vorübergehend zu verlassen: „Heute geht es ums Überleben.“ Zu einer vollständigen Evakuierung werde er nie aufrufen, das sei Putins Ziel.
Gespräche inmitten der Eskalation
Selenskyj sagte, die Angriffe der vergangenen Tage hätten 78 Menschen getötet und 215 verletzt; am Freitag und Samstag treffe die ukrainische Delegation in den USA Jared Kushner und Steve Witkoff. US-Außenminister Marco Rubio nannte die derzeitige Pattsituation „sehr gefährlich“.