SymbolbildUSA und WHO drängen Russland nach mutmaßlichem Pesttod auf Details
Die USA haben Russland am Dienstag offiziell um mehr Informationen gebeten, nachdem eine Laborantin eines Pestinstituts in Irkutsk gestorben war. Trump will bald mit Putin telefonieren.
Die russische Gesundheitsaufsicht Rospotrebnadzor erklärt, die 28-Jährige sei am Freitag, dem 2. Oktober, an einer Lungenentzündung unbekannter Ursache gestorben, während frühe lokale Berichte und Behördenvertreter von Lungenpest sprachen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, Washington habe offiziell mehr Informationen angefordert, und Rubio erklärte, Russland müsse mehr mitteilen. US-Beamte sagten dem Wall Street Journal, Russland verstoße möglicherweise gegen seine Pflichten aus den Internationalen Gesundheitsvorschriften. Die WHO forderte Transparenz und stufte das Risiko für Russland als gering und für Europa als sehr gering ein. Ihr Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus fragte nach Medienberichten über einen zweiten Mitarbeiter mit Lungenentzündung, und die US-Gesundheitsbehörde CDC sah keine größere Bedrohung für die USA.
Moskau weist Kritik zurück
Der Kreml erklärte, ihm lägen keine Informationen über eine US-Anfrage vor, und er habe die WHO informiert. Sprecher Dmitri Peskow nannte die meisten Medienberichte falsch und rief die Russen auf, sich nur auf Rospotrebnadzor zu verlassen. Die Behörde sagt, über 90 Prozent der Kontaktpersonen der Frau seien überwacht worden, ohne dass eine Infektionskrankheit auftrat; von fast 200 Getesteten hätten nur zwei COVID-19 und zwei ein Rhinovirus gehabt. Welche Tests eingesetzt wurden, hat Moskau laut WSJ nicht mitgeteilt.
Andere Meinungen
Global Times berichtet, Chinas Außenministerium verweise auf engen Austausch mit Russland bei der Seuchenprävention, während US-Medien die Forderungen nach Offenlegung betonen.