SymbolbildRussischer Großangriff tötet am Geburtstag Putins mindestens 24 Menschen in der Ukraine
Russische Raketen und Drohnen trafen die Ukraine in der Nacht zu Mittwoch und töteten mindestens 24 Menschen. Kiew nennt die Zerstörung eines Wohnblocks in Pryluky ein „Geburtstagsgeschenk“ für Wladimir Putin.
Der Angriff kam wenige Stunden, nachdem Wolodymyr Selenskyj am Dienstag vor einem unmittelbar bevorstehenden Großschlag gewarnt hatte, und traf die Ukraine am Mittwoch, 7. Oktober, als Putin 74 wurde. Am Abend sprach Selenskyj von 25 Toten und mehr als 100 Verletzten. In Pryluky in der Region Tschernihiw zerstörte eine Rakete einen fünfstöckigen Wohnblock und tötete nach Angaben Selenskyjs und der Regionalbehörden 18 bis 19 Menschen, darunter vier bis fünf Kinder; Retter suchten weiter in den Trümmern. In Kiew starben zwei Menschen, in Krementschuk ebenfalls zwei.
Energienetz im Visier
Selenskyj sagte, die Energieinfrastruktur sei ein Hauptziel gewesen; das ukrainische Energieministerium meldete Notabschaltungen in mehreren Kiewer Stadtteilen. Die Luftwaffe zählte 70 Raketen und 130 Drohnen; Selenskyj erklärte, ballistische Raketen seien am schwersten abzufangen, und bat Verbündete um Patriot-Abfangraketen. Außenminister Andrij Sybiha sprach von Kriegsverbrechen und forderte schärfere Sanktionen.
Moskaus Darstellung
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es habe Anlagen zur Herstellung und Lagerung von Flamingo-Raketen und Drohnen getroffen, und nannte für Pryluky einen Industriebetrieb als Ziel. Laut Meduza meldete es keine Angriffe auf Energieinfrastruktur.
Ukraine schlägt zurück
Selenskyj verwies auf ukrainische Angriffe auf Ölanlagen und andere Ziele in Perm, Samara und Astrachan. Zudem veröffentlichte er ein Video eines Öltankers, der einen Tag zuvor vor Sotschi in Brand geraten war.