SymbolbildUS-Staatsanleihen: Renditen sinken vom Höchststand seit 2002, Ölpreis gibt nach
Die Renditen von US-Staatsanleihen sind am Dienstag vom höchsten Stand seit 2002 zurückgegangen, während der Ölpreis nachgab, so Überschriften von Bloomberg und WSJ. Der Ausverkauf läuft seit Mitte August.
Am Montag, 5. Oktober, stiegen die Renditen zehnjähriger Anleihen um mindestens sieben Basispunkte auf 5,34 Prozent, die dreißigjähriger auf 5,7 Prozent, berichtet das Handelsblatt; am Dienstagmorgen blieben sie nahe diesen Niveaus. Im dritten Quartal stiegen die Renditen so stark wie seit 30 Jahren nicht. Das Handelsblatt nennt als Treiber ein von KI-Infrastrukturinvestitionen getragenes Wachstum und eine Inflation, die weitere Zinserhöhungen der Fed in Aussicht hält. Der ISM-Preisindex für Dienstleistungen erreichte im September 74 Punkte, den höchsten Wert seit Juli 2022, während die Branche langsamer expandierte. BMO-Stratege Vail Hartman sieht darin zunehmenden Inflationsdruck bei starkem Wachstum.
Viele Erklärungen
Laut FT ist die mittlere Rendite zehnjähriger Anleihen in den G7-Ländern dieses Jahr um einen Prozentpunkt gestiegen. Fed-Chef Kevin Warsh nannte die Stärke der US-Wirtschaft, den Wettbewerb um Kapital und schwierige Geopolitik und sagte, Renditebewegungen seien meist „überdeterminiert“. Die Break-even-Inflationserwartungen deuten laut FT darauf hin, dass die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken intakt ist.
Unternehmensanleihen spüren es
Die FT berichtet, dass höhere staatliche Kreditkosten auf den Markt für Unternehmensanleihen durchschlagen.
Käufer sehen Wert
Reuters titelt, ein PIMCO-Berater nenne US-Renditen „schreiend gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“.