SymbolbildSiebte Festnahme im Fall Fairford, USA und Großbritannien bewerten die Bedrohung unterschiedlich
Die Polizei nahm am Dienstag in London einen 22-jährigen Briten im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Anschlagsplan nahe RAF Fairford fest. Die USA hatten ihre B-1-Bomber am Sonntag von dem Stützpunkt abgezogen.
Die Anti-Terror-Polizei teilte mit, der Mann sei am Dienstag, dem 6. Oktober, in Westminster wegen des Verdachts der Vorbereitung terroristischer Handlungen festgenommen worden; Beamte durchsuchten eine Immobilie in der Gegend. Die sechs früheren Verdächtigen sind weiter auf Kaution frei: fünf Männer in den Zwanzigern, die am 27. September nahe dem Stützpunkt aufgegriffen wurden, und ein 25-jähriger Brite mit iranischer Staatsbürgerschaft, der am 1. Oktober festgenommen wurde. In den Lieferwagen der Männer fanden die Ermittler ein Fass Benzin, aber keinen Sprengstoff; ihre Absichten sind öffentlich weiter ungeklärt. Vicki Evans, die leitende nationale Koordinatorin der Terrorabwehr-Polizei, sprach von einer laufenden Ermittlung mit mehreren Ermittlungsansätzen.
Washington und London bewerten das Risiko unterschiedlich
US-Beamte sagen, die Furcht vor einem iranischen Drohnenangriff habe zum Abzug aller zwölf B-1-Bomber geführt, und Donald Trump verwies auf „einige Drohungen“. Downing Street erklärte am Montag, der Stützpunkt sei sicher, und britische Quellen bezweifeln, dass Iran eine solche Operation durchführen könnte; Premierminister Andy Burnham sieht dennoch „starke Hinweise“ auf eine iranische Beteiligung.
Andere Meinungen
Der Kommentar der FAZ nennt den Abzug einen kleinen taktischen Erfolg Teherans und ein Zeichen amerikanischer Schwäche, während ihre Nachrichtenmeldung berichtet, Marco Rubio habe ihn als Routine dargestellt.