SymbolbildSaudi-Arabien, Pakistan und Türkei aktivieren Mekka-Verteidigungspakt wegen Huthi-Angriffen
Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei haben am Montag wegen der Huthi-Angriffe ihren Mekka-Verteidigungspakt in Kraft gesetzt. Weder Umfang noch Aufgabe der Truppen sind bekannt.
Der Ausschuss des Pakts kam am Montag, 5. Oktober, in Riad zu einer Krisensitzung zusammen und beschloss, die kollektiven Verteidigungszusagen sofort umzusetzen, einschließlich der raschen Entsendung vereinbarter Kräfte im Einklang mit nationalem Recht. Es ist das erste Mal, dass der am 7. August unterzeichnete Pakt aktiviert wird. Der Schritt folgt auf Raketen- und Drohnenangriffe der Huthi auf Saudi-Arabien. Laut der saudischen Zivilluftfahrtbehörde verursachten Angriffe auf die Flughäfen Jizan und Najran am Montagabend drei leichte Verletzungen.
Grenzen für die Rolle der Türkei
Das türkische Parlament hat den Pakt nicht ratifiziert, und laut Financial Times verbietet die Verfassung bis dahin eine Entsendung. Ein hochrangiger türkischer Beamter sagte Middle East Eye, wie TASS berichtet, Ankara plane in den kommenden Wochen ein begrenztes Kontingent und keinen großen Einsatz im Jemen. Von The National befragte Analysten erwarten Berater, Luftverteidigung und Geheimdienstunterstützung.
Pakistans unterstützende Rolle
Pakistans Verteidigungsminister Khawaja Asif sagte, pakistanische und türkische Kräfte leisteten Unterstützung, unter anderem Aufklärung, während saudische Truppen kämpften. Pakistans Informationsministerium nennt operative Details vertraulich. Laut Reuters, zitiert von der FAZ, sagte ein pakistanischer Funktionär, 30.000 bis 40.000 pakistanische Soldaten seien bereits in Saudi-Arabien stationiert.
Kämpfe im Jemen
Saudisch unterstützte jemenitische Regierungstruppen eroberten am Montag die Hafenstadt Mokka zurück, sagte eine Militärquelle der Nachrichtenagentur Saba. Ein Sprecher der Koalition erklärte, 100 Kampfjets unterstützten die Gegenoffensive. Die Financial Times berichtet, Washington habe Riads Bitte um anhaltende Luftangriffe auf die Huthi abgelehnt.