SymbolbildZwei Tote, nachdem rund 650 ukrainische Drohnen auf die Region Moskau zielten
Russische Behörden melden zwei Tote und neun Verletzte bei einem nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau am Dienstag. Ein großes Treibstofflager soll in Flammen stehen.
Moskaus Bürgermeister Sergei Sobjanin erklärte, ab dem Abend des Montags, 5. Oktober, seien rund 650 Drohnen auf die Stadt und die Region zugeflogen, die meisten seien in großer Entfernung abgeschossen worden, 105 beim Anflug auf Moskau. Gouverneur Andrei Worobjow sagte, in Radumlja sei ein 20-jähriger Mann getötet worden, in Barybino sei ein 71-jähriger Mann unter den Trümmern eines Hauses gefunden worden. Neun Menschen seien verletzt und 47 Privathäuser beschädigt worden. TASS nannte es einen der größten Angriffe auf den Großraum der Hauptstadt in zwei Jahren, Sobjanin beziffert den größten, am 19. und 20. September, auf mehr als 1.600 Drohnen. Der Flughafen Scheremetjewo stellte nach Angaben von Daily Sabah vorübergehend den Betrieb ein.
Treibstofflager soll brennen
Ukrainische Beobachterkanäle und das Medium Astra berichten, die Pump- und Dispatcherstation Wolodarskaja habe Feuer gefangen. Sie gilt als größtes Öllager der Region und ist per Pipeline mit den wichtigsten Moskauer Flughäfen verbunden. Die lokalen Behörden haben weder einen Brand noch einen Treffer bestätigt.
Angriffe andernorts in der Ukraine
Russische Fliegerbomben töteten am Montag in Charkiw mindestens sechs Menschen und verletzten 59, wie die dortigen Behörden mitteilten. Am Dienstag traf eine ukrainische Drohne im besetzten Teil des Gebiets Saporischschja einen Kleinbus und tötete drei Menschen, so von Moskau eingesetzte Vertreter.