SymbolbildKenia bestätigt ersten Ebola-Todesfall, eingeschleppt aus dem Kongo
Kenia meldete am Dienstag seinen ersten Ebola-Fall: ein Mann, der aus dem Kongo zurückkehrte und in Nairobi starb. Die Behörden verfolgen Dutzende Kontakte nach.
Gesundheitsminister Aden Duale sagte, der Mann, ein Kenianer, der sieben Jahre im Kongo gelebt hatte, sei etwa einen Monat zuvor erkrankt und dort behandelt worden. Er reiste auf dem Landweg nach Kampala, flog am Samstag, dem 3. Oktober, nach Nairobi und starb am Montagabend im Krankenhaus. Ministeriumsvertreter Patrick Amoth sagte der AFP, "das System hat nicht funktioniert"; der Mann habe wohl gewusst, dass er krank war, und Medikamente hätten möglicherweise sein Fieber verdeckt (Le Monde).
Kontaktnachverfolgung
Duale sagte, 28 Kontaktpersonen, darunter Angehörige und medizinisches Personal, seien erfasst; gesucht würden 23 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder des Fluges. Politika berichtet unter Berufung auf kenianische Medien, Präsident William Ruto habe den Ausschuss des Nationalen Sicherheitsrats beauftragt, weitere Maßnahmen zu prüfen.
Ausbruch im Kongo wächst weiter
Laut FT und Guardian gab es im Kongo bis zum 2. Oktober 8.442 bis 8.463 bestätigte Fälle und 4.080 bis 4.082 Todesfälle; für den Bundibugyo-Stamm gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Ärzte ohne Grenzen warnte am Montag, auf Nord-Kivu entfielen nun 40 Prozent der Neuinfektionen, Ende August seien es 24 Prozent gewesen.