SymbolbildJemenitische Regierung meldet Geländegewinne bei Bab al-Mandab, Huthis treffen saudische Flughäfen
Jemens Regierung sagt, sie habe die Huthis nahe der Meerenge Bab al-Mandab zurückgedrängt; die Huthis bestreiten das. Die Huthis griffen unterdessen saudische Flughäfen an.
Jemens Regierung erklärte am Dienstag, dem 6. Oktober, ihre Truppen hätten die Huthis aus dem Gebiet um Bab al-Mandab, vom Flughafen Dhubab und aus der Hafenstadt Mokka vertrieben, die die Huthis im September eingenommen hatten. Jemenitische Beamte sagten AP, die Truppen hätten auch die Orte Bab und Hadeid zurückerobert. Die Huthis bestreiten jeden Rückzug und sagen, sie hätten Vorstöße Richtung Meerenge abgewehrt. Militärquellen bestätigten die Rückeroberung Mokkas nicht, sondern sagten nur, der Nachschubweg dorthin sei gekappt; AFP konnte die Frontlage nicht überprüfen. Quellen beider Lager nannten über 270 getötete Kämpfer binnen 24 Stunden.
Saudische Flughäfen getroffen
Saudische Luftfahrtbehörden erklärten, Angriffe auf die Flughäfen Dschisan und Nadschran hätten am Montag drei Leichtverletzte verursacht. Die Huthis beanspruchen zudem Angriffe auf Riads Flughafen und eine Aramco-Raffinerie, unbestätigt; Flüge von und nach Riad ruhten laut FlightRadar24 stundenlang. Die Türkei und Pakistan sagten zu, im Rahmen ihres Mekka-Pakts Truppen nach Saudi-Arabien zu schicken; beide Parlamente müssen dem Pakt noch zustimmen.
Zahl der Vertriebenen steigt
Die Internationale Organisation für Migration der UN meldet über 184.000 Menschen, die zwischen dem 1. August und dem 4. Oktober vor den Kämpfen flohen. Fast 21.800 wurden vom 27. September bis 3. Oktober vertrieben, 26 Prozent mehr als in der Vorwoche.
Andere Meinungen
TASS gibt die Huthi-Darstellung abgewehrter Vorstöße wieder, Daily Sabah schildert die Rückeroberung durch die Regierung als Tatsache.